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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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nach dem Ende der Krcuzzügc.

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geworden, und zur Sicherheit übergab er ihm als seinem Verweser diezum lützelburgischen Hausbesitz gehörige Mark Brandenburg, deren Ständedemselben im Jahre 1412 zu Berlin huldigten. Während des Concilöverlieh er im Jahre 1415 die Landeshoheit in der Mark nebst der Kur-würde unter Zustimmung der Kurfürsten an den nunmehrigen Inhaber,von dem er neue Geldhülfe erhalten hatte. Dieses Ereigniß legte denGrund zu einem Staate, der unter der fränkischen Linie des zollern-schen Hauses in der Folge der mächtigste im nördlichen Deutschlandwurde. Zwar war die Mark damals nicht bloß durch den Verkauf derNeumark an den deutschen Orden geschmälert, sondern es war der nord-westlichste Theil, die Priegnitz, an eine Linie der mecklenburgischen, dernördlichste, die Uckermark, an eine Linie der pommerschen Herzoge ge-kommen, so daß sie nur noch die auf der Westseite der Elbe gelegeneAltmark, die zwischen Elbe und Oder gelegene Mittelmark und das imOsten der Oder gelegene, durch die Warthe von der Neumark getrennteSternberger Land umfaßte. Doch der Thätigkeit Friedrichs und seinerNachkommen gelang es, dieselbe in ihrem ursprünglichen Bestände herzu-stellcn, wogegen die Burg zu Nürnberg im Jahre 1427 an die Reichs-stadt verkauft wurde. Doch wurde die nächste Aussicht des zollernschenHauses auf eine Vergrößerung vereitelt. Im Jahre 1422 erlosch mitAlbrecht Hl. die kurfürstliche Linie der Askanier, und außer dem Ver-treter der lauenburgischen Linie bewarben sich andere Fürsten um dieNachfolge. Zu diesen gehörte auch Friedrich, der auf die Ehe seinesältesten Sohnes mit einer Tochter des Bruders und Vorgängers vonAlbrecht III. Ansprüche baute. Er bemächtigte sich auch wirklich einesTheiles der sächsischen Kurlande. Sigismund aber versprach im Jahre1423 zu Preßburg das Kurfürstenthum einem Urenkel Friedrichs desGebissenen, Friedrich dem Streitbaren, welcher Markgraf zu Meißenwar, während Thüringen dem Sohne von seines Vaters Bruder gehörte.Er erhielt im Jahre 1425 auch wirklich die Belehnung. Die Absicht,die Vereinigung von zwei Kurfürstenthümern zu verhüten und in derNähe Böhmens einen mächtigen Bundesgenossen gegen die Hussiten zugewinnen, bestimmten den Kaiser, auf das Verlangen des bewährtenFreundes nicht zu hören, der von dem neuen Kurfürsten von Sachseneine Abfindungssumme erhielt und ungeachtet eingetretener Entfremdungdoch im Hussitenkriege als Bundesgenosse des Königs erscheint.

41. In Böhmen tobten wilde Unruhen, da Sigismund sich nochbei Wenzels Lebzeiten für die Durchführung der Constanzer Beschlüssegegen die Hussiten bemühte und Wenzel dem wachsenden Aufruhr nichtbegegnete. Die Hussiten, die in Beziehung auf den von ihnen einge-führten Genuß des heiligen Abendmahles auch Utraquisten oder Calir-tiner genannt wurden, verfolgten die Gegner ihrer Lehrer, am meisten