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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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nach dem Ende der Kreuzzügc.

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Negierung, die bis zum Jahre 1326 dauerte, fällt die Vernichtung derseldschukischen Dynastie von Jkonium durch die persischen Mongolen imJahre 1299 und dieses Ereigniß erleichterte die Selbstständigkeit desneuen Osmanenreiches. Schon wurde der Nest oströmischer Besitzungenin Asien, da auch die übrigen türkischen Horden der Halbinsel eroberndund plündernd gegen dieselben vordrangen, höchst unsicher, und es be-gannen türkische Streifereien zur See nach den Inseln des ägäischenMeeres. Die von ihm schon unternommene Belagerung Brusa's, desalten bithynischen Prusa, führte kurz vor seinem Tode zur Eroberungdurch seinen Sohn Orchan, und dieser, der in der eroberten Stadt sei-nen Sitz nahm, eroberte ferner Nicäa und Nikomedia. Zugleich erlagein in Mysien bestehendes türkisches Fürstenthum den osmanischen Waffen.Zum Behufe fernerer Eroberungen wurde die Kriegsmacht der Türken,die hauptsächlich aus Reiterei bestand, durch ein regelmäßig geübtesFußvolk, die Janitscharen, vermehrt, das aus der Blüthe gefangenerund im Islam erzogener Christenkinder gebildet wurde. Für das ost-römische Reich nahte nun der Untergang heran. Andronikus II., derim Jahre 1282 auf seinen Vater, Michael VIII., den Paläologen, denWiederhersteller des Thrones zu Constantinopel, gefolgt war, rief gegendie Oömanen, die auch schon die europäische Küste mit Streifzügenheimsuchten, die katalonischen Banden zu Hülfe. Da aber die neuenBundesgenossen die ärgsten Feinde des Reiches wurden, suchte sich derHof im Jahre 1307 durch Ermordung ihres Führers zu helfen. EinTheil der Banden zerstreute sich zwar, ein anderer aber begann offenenKrieg und eroberte das am Hellespont gelegene Kallipolis oder Galli-poli. Durch Uneinigkeit der Führer verloren sie diesen Ort und zogennach Süden, wo sie das über Attika und Böotien ausgedehnte lateinischeHerzogthum Athen überschwemmten und, allmälig anwachscnd, nach demTode des älteren Walter von Brienne beherrschten. Das Reich warin einer wehrlosen Lage, da die alten Zwistigkeiten und Ränke desHofes fortdauerten, viele Gegenden durch Genuesen, durch Venctianer,durch unabhängige Gebieter thcils oströmischen, theilö lateinischen Ur-sprungs, beherrscht wurden, und in den dem Kaiser noch untergebenenLandschaften der seit der Zeit der Komnenen ausgebildete Adel, der unterder unvollständigen lateinischen Herrschaft an Selbstständigkeit gewonnenhatte, die Vereinigung der Kräfte des Reiches hinderte. Andronikus II.wurde im Jahre 1328 durch seinen Enkel Andronikus III. entthront,und beschloß sein Leben als Mönch in einem Kloster. Der neue Kaiser,der im Jahre 1341 starb, hatte die Vormundschaft über seinen SohnJohannes seinem Günstlinge Johannes Kantakuzenus übertragen. Diesernahm aber selbst die Herrschaft in Besitz und vertheidigte sie in einemsechsjährigen Bürgerkriege. Sich zu stärken, verband er sich sogar mit