nach dem Ende der Krcuzzüge-
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großen, mit einer bestimmten Verfassung ausgestatteten Städtebunde, derüber das ganze nördliche Deutschland ausgebreitct war und fremdenStaaten gegenüber als eine selbstständige Macht unterhandelnd undkriegführend auftrat. Eine Menge kleinerer Einigungen verwandterNatur, wie die deutsche Hansa in England und die deutsche Hansa inFlandern, gingen in diese große deutsche Hansa auf. Städtetage, ausAbgeordneten der einzelnen Städte gebildet, beriethen gemeinsame An-gelegenheiten. Am mächtigsten wurde ihr Einfluß in den Neichen desgermanischen Nordens. Als Waldemar IH. von Dänemark im Bewußt-sein erstarkter Königsmacht feindlich gegen sie verfuhr und Gothlanderoberte, begann die Hansa im Jahre 1361 gegen ihn einen Krieg, andem seit dem Städtetage von Köln im Jahre 1367 alle deutschen See-städte von Seeland bis Lifland Theil nahmen und den sie nach Erobe-rung Kopenhagens und vieler anderen dänischen Städte im Jahre 1370mit einem für ihren Handel vortheilhaften Frieden beendeten. Eineandere Städteverbindung entstand in Schwaben, als Karl IV. durch seinBemühen, die Zustimmung der Fürsten für die Nachfolge seines Sohneszu erhalten, bei den schwäbischen Städten die Besorgniß erregte, daßihre Freiheiten der Preis sein könnten, mit dem er die Fürsten zu ge-winnen gedächte. Daraus entstand eine Einigung zu wechselseitigemBeistände, die zuerst gegen den Grafen Eberhard den Greiner vonWürtemberg, als ihm der Kaiser Gerechtsame in benachbarten Städtenübertrug, ihre Kraft erprobte. Im Jahre 1377 endete durch eine Nie-derlage, die Eberhards Sohn Ulrich bei Reutlingen erlitt, dieser Kampf,der den Bund so sehr befestigt hatte, daß König Wenzel die Verbindung,so sehr sie gegen die Einheit des Reiches verstieß, anerkennen mußte.Da um diese Zeit der rheinische Städtebund sich anfzulösen begann,schlossen sich viele einzelne Glieder desselben an den schwäbischen. Dochwechselte bald das Glück im Kampfe mit den Fürsten. Als den Erz-bischof von Salzburg, der dem Bunde der Städte beigetreten war, imJahre 1387 die Baiern gefangen genommen hatten, verbreitete sich eingroßer Krieg zwischen Fürsten und Städten über Baiern, Schwabenund Franken. Die Schlacht bei Döffingen in der Nähe von Weil imJahre 1388 gab, obgleich Eberhards Sohn Ulrich fiel, den Fürsteneinen Sieg, der in Verbindung mit anderweitigen gleichzeitigen Siegenderselben des Bundes Auflösung zur Folge hatte. Als ein selbstständigesGanzes, wodurch das Netz fürstlicher Gebiete unterbrochen wurde, be-haupteten sich auch die friesischen Lande. Die wittelsbachischen Grafenin Holland nahmen den Krieg wieder auf, in dem ihr Vorgänger Wil-helm IV. umgekommen war. Doch Graf Albrecht, der Sohn des Kö-nigs Ludwig, sah, als er im Jahre 1404 starb, noch keine Hoffnungauf die seit dem Jahre 1397 versuchte Unterwerfung, zu welcher sich