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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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nach dem Ende der Krcuzzügc.

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Nachkomme Heinrich Dandolo's, der Doge Johann Dandolo, der einenKrieg mit dem durch den Besitz von Kärnthen und Tirol mächtigenGrafen von Görz und dem Patriarchen von Aquileja mittelst rühmlichenFriedens geschlossen hatte, im Jahre 1289 gestorben war, zeigte sich indem Verlangen nach einem Dogen eigner Wahl eine demokratische Re-gung des Volkes, welche den Adel zu Vorkehrungen für die Folge auf-fordertc. Es erfolgte die Schließung des großen Rathes, der bisherdem Rechte nach jedem Venctianer zugänglich gewesen war, da er nachAbschaffung einer unmittelbaren Volkswahl durch Wahl seiner Mitgliedersich ans der übrigen Bürgerschaft ergänzte. Schon im Jahre 1296ward es durchgesetzt, daß das Recht, in demselben zu sitzen, auf seinedamaligen Mitglieder und diejenigen, die in den letzten vier Jahrenihm angehört hatten, beschränkt wurde. Vom Jahre 1319 an wurdeer aber nicht mehr erneuert, sondern die damaligen Mitglieder, in dasgoldne Buch eingetragen, behielten für sich und ihre Nachkommendas ausschließliche Recht der Mitgliedschaft. Unruhen, die in dernächsten Folgezeit darüber ausbrachen, wurden gedämpft. Ihre Dämpfungaber führte zur Einsetzung einer neuen, die Kraft der Aristokratie stär-kenden Behörde, des Rathes der Zehn, der die Wache gegen jede demStaate von Innen drohende Gefahr bildete. In die Zeit dieser Fort-schritte der Aristokratie fällt auch ein großer Seekrieg mit der RepublikGenua, der Nebenbuhlerin im Osten. Der Untergang des lateinischenKaiserthums hatte die Verhältnisse im oströmischen Reiche, obgleich dieBesitzungen behauptet wurden, zu Ungunsten Venedigs verändert undden Genuesen, die zu der Herstellung des griechischen Kaiserthums mit-gcwirkt, große Vortheile zugewendet. Die Getraidezufuhr aus demschwarzen Meere blieb aus, und Genua gründete eine höchst vortheilhafteHandelsniederlassung zu Kassa auf der taurischen Halbinsel, der Krim.Der Krieg, der im Jahre 1294 begonnen hatte, endete bei beiderseitigerErschöpfung im Jahre 1299 durch einen Frieden, den Maffeo Viscontivermittelte. Der Krieg brach, da Venedig sich von dem Handel imschwarzen Meere nicht ausschließen lassen wollte, im Jahre 1350 wiederaus. Der Kaiser Johannes Kantakuzenus, dem die Genuesen Gesetzehatten vorschreiben wollen, und der aragonische König Peter IV., derGrausame, Jakobs II. Enkel, der durch Bemühungen um Sardinien undCvrsika mit ihnen verfeindet war, traten aus Venedigs Seite. SchwereNiederlagen, eine vor Constantinopel, eine an der Küste von Sardinien,beugten die Genuesen so sehr, daß sie sich im Jahre 1353 unter dieHerrschaft des Johann Visconti stellten. Jetzt kräftigten sie sich so,daß sie den Krieg fortsetzen konnten. Genuesische Flotten erschienenim adriatischen, veuetianische im ligurischen Meere, und im Jahre 1355nöthigte ein Sieg der Genuesen bei der Insel Sapienza an der meffeni-