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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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nach dem Ende der Krcnzzngc.

durch die faialonischen Söldnerbanden, die, von dem Kaiser zu Con-stantinopel gerufen, in Griechenland umherschwciften, der Herrschaft unddes Lebens beraubt worden. Sein Sohn Walther, der flüchtig nachFlorenz kam, ward im Jahre 1342 zum Signore ernannt. Doch seineWillkühr und Frechheit bereiteten im nächsten Jahre seinen Sturz, demseine Verweisung folgte. Seitdem gestaltete sich die Verfassung nochdemokratischer, und im Jahre 1378 setzte sich das niedere Volk denoberen Zünften mittelst einer blutigen Umwälzung gleich. Doch gingdie Gewalt bald wieder in die Hände des höheren Bürgerstandes über,und es bildete sich hauptsächlich durch die Welfenverbindung sogar eineAristokratie, welche in erfolgreichem Kampf nach Außen Glanz undStärke erhielt. Die von Mailand aus drohende Gefahr entfernte derTod des Herzogs, und die nördliche Hälfte von Tuscien, Pisa einbegriffen,kam unter die Herrschaft von Florenz, während die südliche das Gebietvon Siena bildete. Die Befürchtungen, zu welchen Ladislaus' PläneAnlaß gaben, gingen ebenfalls bald vorüber. Eine neue Umwandlungder Verfassung bereitete sich durch die Familie Medici vor, die durchgroße Geldgeschäfte sich zu einem außerordentlichen Neichthum erhobenhatte. Johann von Medici war der Mittelpunkt der Partei, welchedas Uebergewicht des Adels zu beseitigen suchte. Seine vorzüglichenEigenschaften sicherten ihn ebenso gegen Feindseligkeiten von Seiten derGegenpartei, wie sie in Verbindung mit dem auf seinem Reichthum be-ruhenden Einflüsse ihn zu einer Macht im Staate erhoben. Als er imJahre 1429 starb, trat sein Sohn Cosimo in seine Stellung, und ob-gleich er im Jahre 1433 verbannt wurde, gründete sich seine Machtnur noch fester, da die Verbannung aufgehoben wurde und Jubel ihnbei der Rückkehr empfing. Er war, ohne förmlich an die Spitze gestelltzu sein, der Leiter des Staates bis an seinen Tod im Jahre 1464.Er war aber auch ein Mittelpunkt der geistigen Bestrebungen in Florenz,und da das Florenz jener Zeit in Bezug auf Wissenschaft und Kunsteinen hervorragenden Platz einnimmt, ist Cosimo's Name auch in derenGeschichte verflochten. Schon seit dem Ende des dreizehnten Jahrhun-derts hatten Dichtung und Malerei in Florenz Schritte zu höhererAusbildung gethan. Die Bewegungen im Staate und der mannigfacheWechsel der ihn umgebenden Verhältnisse hatten die Geschichtschreibunggeweckt. Alle diese Arten von Bestrebungen lenkten den Blick auf dieDenkmäler, welche die verwandten Bestrebungen in vorchristlicher Zeithervorgebracht hatten. Ereignisse und Verhältnisse der Gegenwart wie-derholten überdieß so Vieles aus dem Leben der griechischen und römi-schen Welt, daß sich in den von ihr hinterlassenen Büchern auch eineSchule für die Männer des Staates aufzuthun und das in ihnen Nie-dergelegte durch die Gegenwart ein neues Verstäudniß zu erhalten schien.