nach dem Ende der Keenzzüge.
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Lande weit umher, und die drei Landschaften wurden der Kern, an densich rings umher in gleichem Bestreben neue Landschaften anschlossen.Doch unmittelbar pflanzte sich der Aufstand nicht fort. Als Albrechtszweiter Sohn, Friedrich der Schöne, mit einem Heere in den westlichenoder vorder» habsburgischen Landen erschien, fand er Alles ruhig. Da-gegen waren seine Mutter und seine Schwester beschäftigt, eine furcht-bare Rache an den Theilnehmern des Mordes Albrechts zu nehmen undunschuldige Männer und Frauen aus den Familien und der Umgebungder Schuldigen hinzuopfern, so daß der Sohn des Ermordeten dem WüthenEinhalt zu thun suchte.
10. Der Bewerber um den erledigten Thron traten jetzt außerFriedrich dem Schönen viele auf. Es kam lange zu keinem Entschlüsseunter den Kurfürsten. Das führte den auf der Höhe seiner Machtstehenden französischen König zu dem Versuche, die deutsche Krone seinemBruder Karl von Valois zuzuwenden, auf daß durch sie auch das Kaiserthuman sein Haus käme. Die Abhängigkeit, in welcher sich Clemens V. ihmgegenüber befand, schien das Gelingen des Planes zu erleichtern. Dochdieser, der den Druck des französischen Joches schon empfinden mußte,konnte sich nicht entschließen, für eine Wahl zu wirken, durch welche jedeAussicht verloren gegangen wäre, ein Gegengewicht gegen PhilippsWillkühr zu bilden. Mit Erfolg war inzwischen für den Grafen Hein-rich von Lützelburg oder Luxemburg gearbeitet worden. In einer Ver-sammlung der Kurfürsten, zu welcher man den böhmischen König Hein-rich, da sein Recht an die Krone streitig war, nicht eingeladen hatte,stimmten Peter Aichspalter, Erzbischof von Mainz, und Heinrichs BruderBalduin, Erzbischof von Trier, für den luxemburgischen Grafen, und dieübrigen traten ihnen bei. Eine Gesandtschaft, die der neue KönigHeinrich VIl. an den Papst schickte, fand günstige Aufnahme, und eswurden Verabredungen wegen der Kaiserkrönung getroffen. Inzwischenhatte er begonnen, das Reich zu durchziehen und alte Rechte denen, diedarum baten, neu zu verleihen. So hatten auch die Landschaften Uri,Schwyz und Unterwalden, die Waldstädte genannt, in Constanz Bestäti-gung ihrer Freiheit, wie sie zu Adolphs Zeit gewesen, erhalten. ImJahre 1309 fand zu Speier der erste Reichstag statt. Hier erhielt derKönig von den Böhmen, die mit dem kärnthnischen Heinrich unzufriedenwaren, das Anerbieten einer Vermählung seines Sohnes Johann mitWenzeölaws III. zweiter Schwester Elisabeth. Sein Eingehen auf dasAnerbieten brachte sein Haus in den Besitz Böhmens, da der kärnthnischeGegner sich nicht zu halten vermochte. Durch diese Angelegenheit schiendie Spannung mit dein östreichischen Hause, aus welchem Friedrich inSpeier anwesend war, sich steigern zu müssen, da dasselbe in der Erin-nerung an Rudolphs böhmisches Königthum selbst Ansprüche auf das
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