nach dem Ende der Krcuzzügc.
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nachdem dessen älterer Sohn Philipp schon Navarra erheirathet hatte.Er ließ gegen Peter einen Kreuzzug predigen und bewilligte seinemSchützlinge Karl für seine Zwecke den kirchlichen Zehnten der ReicheSchottland, Dänemark, Schweden, Polen und Ungarn. Doch Peterbehauptete sein altes und sein neues Reich, und Karl, Martin, Philippund Peter starben im Jahre 1285. Karls Sohn, Karl II., der nachlanger sicilischer Gefangenschaft die Regierung des väterlichen Reichesübernahm, gewann durch Mäßigung die Bevölkerung des neapolitanischenReiches, daß die sicilische Umwälzung sich nicht herüber verbreitete. DieWiedereroberung Siciliens gelang auch unter dem Einflüsse der beidenfolgenden Päpste Honorius IV. und Nikolaus IV. nicht, die, wenn auchgemäßigter, für den Vortheil des Hauses Anjou arbeiteten. Dagegenward Sicilien von Aragonien getrennt. Von Peters III. Söhnen wardAlphons III. König von Aragonien und Jakob II. König von Sicilien.Als Alphons im Jahre 1291 kinderlos starb, versöhnte sich Jakob mitdem Papste, übernahm die Regierung Aragoniens und verzichtete gegenAnsprüche, die ihm der Papst auf Sardinien und Corsica einräumte,auf die Herrschaft über Sicilien. Doch ward dadurch die Rückkehr der Inselunter die Herrschaft des Hauses Anjou nicht bewirkt, da der dritte SohnPeters, Friedrich, nun dort als Friedrich II. zum Könige ausgerufcn ward.
4. Noch ehe dies geschah, hatte sich das päpstliche Walten wiederzu höherer Kraft erhoben, aber gerade bei Entwicklung größerer Kraftwar es um so unvermeidlicher, daß die allzusehr von weltlicher Staats-kunst geleiteten Bestrebungen ein unglückliches Ende nahmen. NachNikolaus' IV. Tode im Jahre 1292 blieb der Stuhl mehr als zweiJahre unbesetzt, und als im Jahre 1294 ein frommer Einsiedler unterdem Namen Cölestin V. gewählt wurde, sah man ihn bei Mangel anNeigung und Fähigkeit für die Geschäfte der Negierung bald ganz inden Schlingen des Hofes von Neapel gefangen. Er vermehrte beträcht-lich die Zahl der französischen Cardinäle und verlegte, nachdem er eineZeit lang in Aquila geblieben, seine Wohnung endlich gar nach Neapel.Jedoch von der Bürde, der er sich nicht gewachsen fühlte, beunruhigt,legte er die päpstliche Würde nieder. Sein Nachfolger war Bonifa-cius VIII. (1294—1303), ein Mann von reichen Kenntnissen und star-kem Willen, der durch sein gewaltsames Durchgreifen dem Papstthumeeinen Gegenstoß zuzog und somit eine Zeit einleitete, in der es, auseiner lang behaupteten Stellung gerückt, einen neuen Standpunkt zusuchen hatte. Ohne sich von dem Hause Anjou loszusagen, suchte Bo-nifacius durch Rückkehr nach Nom die Selbstständigkeit des Papstthumszu retten, und damit nicht sein Vorgänger bei den Zweifeln, die überdie Zulässigkeit eines Herabsteigens vom päpstlichen Stuhle bestanden,zu schismatischen Zwecken mißbraucht werden könnte, hielt er ihn für