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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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nach dem Ende der Krcuzzüge.

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Concils im Jahre 1275 in Lausanne hatten, wurden die Versprechungenneu besiegelt, und Römerzug und Kreuzzug verabredet, die beide nichtzur Ausführung kamen. Im Jahre 1279 leistete Rudolph gegen Gre-gors vierten Nachfolger, Nikolaus HI., urkundlichen Verzicht auf alleNeichsrechte in dem ganzen Umfange des Kirchenstaates. Dagegenmußte jetzt auch Karl von Anjou zwei Würden, die er als Mittel zurVorbereitung eines italischen Königthnms an sich zu bringen gewußthatte, nicderlegen, die Würde eines Senators in Nom, welche denBeruf, den Streitigkeiten des Adels gegenüber Sicherheit zu schaffen, insich schloß, und die Reichsstatthalterschaft oder das Reichsvikariat inTuscien, wodurch er Gelegenheit zu militärischer Besetzung des Landeserhielt. Rudolph machte nur geringe Versuche, die Hoheit des Reichesin den von ihm nicht förmlich aufgegebenen Theilen Italiens auszu-üben. Er schien dieses Land als außer seiner Herrscheraufgabe liegendzu betrachten, woran sich die Größe des Umschwunges zeigt, den dieAnsichten im Laufe dieses Jahrhunderts erfahren hatten. Rudolph be-schränkte seinen Wirkungskreis, um Mögliches desto sicherer zu erreichen.Sein nächstes Ziel in Deutschland mußte die Demüthigung Ottokarssein, der auf zwei Reichstagen nicht zur Huldigung erschienen war undden Herzog Heinrich von Niederbaiern auf seine Seite gezogen hatte.Ihm sollten die östreichischen Länder entzogen werden, mit denen ihnRichard, wie man es jetzt ansah, unrechtmäßiger Weise, ohne Zustim-mung der Kurfürsten belehnt habe. Langsam wurden die Vorbereitungengetroffen, während deren der Graf Meinhard von Görz als Bundes-genosse gewonnen und dem Feinde sein Bundesgenosse Heinrich entzogenwurde. Im Jahre 1276 erfolgte der Schlag. Der König drang überPassau in Oestreich ein und vereinigte sich vor Wien mit Meinhard,der Krain, Kärnthen und Steiermark schon erobert hatte. Ottokar sahseine Sache verloren, und ein von beiden Seiten bestelltes Schieds-gericht entschied, daß er bloß Böhmen und Mähren behalten solle, wo-für er denn auch im Lager vor Wien die Belehnung erhielt. Doch daOttokar dem Abkommen nicht treu blieb und sich von eingegangenenBedingungen lossagte, begann Rudolph, obgleich die Fürsten ihm wenigHülfe leisteten, den Krieg von Neuem, und der Gegner verlor im Jahre1278 bei Stillfried auf dem Marchfelde mit einer Schlacht das Leben.Das Königreich Böhmen nebst Mähren verblieb des Königs SohneWenzeslaw II-, und Rudolph nahm Mähren für fünf Jahre in Besitz,um aus dessen Einkünften seine Kriegskosten zu decken. Von den übrigenehemals böhmischen Ländern erhielt Rudolphs Sohn Albrecht Oestreich,Steiermark und Krain und Graf Meinhard Kärnthen als Lehen, wobeifür Kärnthen auf den Fall des Aussterbens der Grafen von Görz derRückfall an Oestreich Vorbehalten wurde. Die übrige Thätigkeit Nu-