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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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396 Frankreich, England und Spanien im Zeitalter der Krenzzüge.

bar das Ende des zusammengeschmolzenen christlichen Staates. Joppeund Antiochien fielen in ihre Hände. Einen König hatte das Land nichtmehr. Zwar betrachteten sich die von Heinrich von Champagne ab-stammenden Könige von Cppern als die zum Throne von JerusalemBerechtigten, aber so wenig Hugo's I. Sohn und Enkel, Heinrich I.und Hugo II., denselben einnahmen, konnte Heinrichs Neffe, Hugo III.,obwohl er sich im Jahre 1269 zum Könige von Jerusalem krönen ließ,zur Geltung gelangen. Ein Kreuzzug, den Jakob von Aragonien imnämlichen Jahre vorbereitet hatte, kam nicht zur Ausführung, da denKönig zwei Mal Sturm am Auslaufen aus dem Hafen von Barcelonahinderte, und sein vorausgesandtcr Sohn gleich nach seiner Ankunftwieder heimkehrte. Da unternahm Ludwig im Jahre 1270 noch einmaleinen Kreuzzug. Aber aus dem Wege beschloß man in Cagliari, denLaus der Flotte zuerst nach Tunis zu richten, wo man mit Hülfe desKönigs Karl von Sicilien eine leichte Eroberung und reiche Beute zumachen hoffte. Doch eine Krankheit raffte den König hin. Vor seinemTode übergab er seinem Sohne Philipp die Ermahnungen, die er kurzvorher für ihn ausgezeichnet, ein Denkmal seiner heiligen Gesinnung, unddieser führte das Heer nach Frankreich zurück. König Karl, der auchvor Tunis erschienen war, beendete den Kampf völlig durch Abschlußeines Waffenstillstandes, wobei er einen Ersatz für Kriegskosten erhieltund sich einen Tribut bedung. Dem von Ludwig geinachten Versuchefolgten noch einige kleinere ohne erheblichen Erfolg. Eduard, der seinemVater Heinrich III. zu Hause Ruhe erkämpft hatte, rettete das einge-schlossene Ptolemais und sicherte durch Verträge den noch vorhandenenBesitz, der sich bald durch die Zwietracht der dortigen Christen schmä-lerte. Gregor X., der einst im Gefolge Ludwigs die Noth des heiligenLandes gesehen, brachte die Angelegenheit im Jahre 1274 auf demvierzehnten ökumenischen Concil zu Lyon, wo auch über die Vereinigungder griechischen und lateinischen Kirche verhandelt wurde, zur Sprache,aber es ließ sich so wenig Begeisterung für das heilige Land wecken,als nach Constantinopels Fall der flüchtige Kaiser Balduin II. hatteHülfe finden können. Die zwei letzten Unternehmungen gingen vonKönig Karl von Sicilien aus, auf den Maria, ein Nachkömmling vonBoemund II. von Antiochien und einer Tochter des Königs Balduin II.von Jerusalem, ihre Ansprüche übertragen hatte. Aber beide, die imJahre 1278 und die im Jahre 1283, konnten die Fortschritte der Ma-meluken nicht hemmen, und die Zwistigkeiten der Christen steigerten sichnur durch das Auftreten des neuen Bewerbers. Auch beschäftigte denKönig bald in der Nähe der Versuch zur Wiedereroberung des abge-fallenen Siciliens. Im Jahre 1291 erstürmten die Mameluken Ptole-mais, König Hugo III. entfloh mit den Vornehmsten des Landes, und die