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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
Entstehung
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^ Frankreich, England nnd Spanien km Zeitalter der Krcnzziigc. 397

-och übrigen Christen räumten freiwillig Tyrus, Sidon, Berytus undTortosa. Das Königreich Cypern war der einzige der durch die asta-tischen Krenzzüge gestifteten Staaten, welcher sich erhielt. Bald jedochentstand ein neuer durch die Johanniter, die sich auf die Insel Cypern^ zurückzogen und im Jahre 1310 die von dem oströmischen Reiche durch

^ Erstehen einer angemaßtcn Herrschaft abgerissene Insel Nhodus eroberten.

' 15. So war denn von allen Ländern, wo Christenthum und Islam

einander gewafsnct begegneten, außer Italien die pyrenaische Halbinsel daseinzige, wo dem Christenthum der Sieg verblieb. Im westlichsten Afrikaerstand zum Untergange der Morabethcn auf ähnliche Weise, wie diese^ entstanden waren, eine neue Sekte und Dynastie, von welcher der Islam

' des Westens durch das Feuer erneuten Glaubenseifers abermals für

l einige Zeit zu höherer Thatkraft entzündet wurde. Ein angeblicher

j Verkünder des reineren Islam stiftete, aus Marokko vertrieben, die

s Verbrüderung, die durch den Rainen Muahedim oder Almohaden sich

j, als die den Glauben an die Einheit Gottes Festhaltenden bezeichnete.

^ Durch ihre Hülfe behaupteten sich in Tunis die Zeiriden gegen die

Normannen, die den Krieg schon nach Afrika versetzt hatten. Das ent-scheidende Ereigniß für die Begründung ihrer Macht war die Eroberungvon Marokko im Jahre 1147, vollbracht durch Abd el Mumen, der sichden Namen eines Fürsten der Gläubigen beilegte. Ihre Herrschaft: dehnte sich in der Folge bis gegen Aegypten hin aus, so daß sie die der

> Zeiriden verschlang; sie besetzten Majorca und die benachbarten Inseln

und vernichteten die Morabethen in Spanien, an deren Stelle sie nuni als Feinde der dortigen christlichen Reiche traten. Während des

; Kampfes gegen diese Feinde entstanden in Nachahmung der Ritterorden

t des heiligen Landes die Ritterorden von Calatrava, von Alcantara und

von Sauet Jago di Compostella, die in unablässigem Kampfe gegen dieUngläubigen ihre Lebensaufgabe hatten und erfüllten. Die Almohadenwaren die letzten Feinde, welche den Islam den christlichen NeichenSpaniens furchtbar machten. Zur Zeit des Papstes Jnnocenz IH. er-folgte die entscheidende Wendung. Als die Almohaden auf der Höheihrer Macht zu stehen schienen und innere Zwiste der christlichen Reicheihnen manchen Vortheil, namentlich im Jahre 1195 einen großen Siegbei Marcos am nördlichen Fuße der Sierra Morena, gegönnt hatten,

< vereinigten die drei östlichen von den fünf damaligen Neichen, Castilien,

; Navarra und Aragonien, ihre Macht unter den Königen Alphons VIII.,

Sancho VII. und Peter II., und durch ein auf des Papstes Antriebgebildetes Kreuzheer verstärkt, besiegten sie die feindliche Macht imJahre 1212 jenseits der Sierra Morena so blutig, daß damit das^ Zeichen zu Verfall und Auflösung im Lande der Feinde gegeben schien,

j Vergebens suchte ein Nachkomme der alten moslemischen Fürsten von