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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
Entstehung
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Z68 DaS römisch-deutsche Reich im Zeitalter der Krcuzzügc.

einer Reise nach Bremen, wo er im Aufträge des Papstes Clemens III.zum Bischöfe Lislands geweiht worden war, zurückkehrte, fand er diejunge Pflanzung von dem Grimme der Heiden zertreten. Papst Cölc-stinus III. ließ das Kreuz gegen die nordischen Heiden predigen undunter dem Schutze der Waffen konnte daS Bekehrnngöwerk von Neuembeginnen. Doch da die Heere immer bald wieder hcimkehrten, entschloßsich Meinhards Nachfolger zur Gründung eines Ritterordens, der,während die Kreuzzüge fortdaucrten, stets zum Schutze des Christcu-thums bereit wäre. So entstanden die Brüder des Ritterdienstes Christi, ^nach dem Schwerte, dessen Zeichen sie neben einem schwarzen Kreuze ^

auf weißem Mantel trugen, die Schwertbrüder genannt. Als fester !

Stützpunkt ward im Jahre 1200 die Stadt Riga gegründet. Die ;Eroberung des Landes gelang ungeachtet der Angriffe, welche die benach-barten Lithauer, Esthen und Russen machten, und ungeachtet der zwi-schen dem Bischöfe und dem Orden cintretcnden Mißhelligkeitcn. Selbstdas nördlich benachbarte Esthland, von einem Volke finnischen Stammesbewohnt, ward bis zum Jahre 1217 mit Hülfe des Däuenkönigs Wal- idemar II. unterworfen, der dem Orden nur einzelne Striche abtrat.Durch die Begründung des Christcnthnms in Lifland wurden die Preußen,an deren Bekehrung von Polen aus schon lange ohne nachhaltigenErfolg gearbeitet worden war, von christlichem Gebiete umschlossen, zu-mal sich die südwestlich von Lifland wohnenden Kuren ebenfalls demChristenthumc unterwarfen. Es erwachte ein neuer Eifer für die Be- jkehrung dieses heidnischen Volkes. Der Mönch Christian aus dempommer'schcn Kloster Oliva trat als GlaubcnSbotc auf und erfreute sich >der Unterstützung des Herzogs Konrad, der in dem vielfach getheiltcu jPolen Masovicn als besonderes Gebiet beherrschte. Christian, der vonJnnoceuz III. zum Bischöfe des Landes geweiht worden, fand aber baldgleichen Widerstand, wie Meinhard in Lifland, und suchte ans demselbenWege eine Hülfe, indem er einen Ritterorden stiftete, der die Regel derTempler erhielt und nach einer mit Hülfe Herzog Konrads erbautenBurg der Orden von Dobrin genannt wurde. Doch die furchtbarenPreußen vertilgten in einer Schlacht fast den ganzen Orden und machtennicht bloß in Masovien, sondern auch in Pommern, wo das Kloster ^Oliva ihnen im Jahre 1224 erlag, Naubzüge. Nun warf der BischofChristian seinen Blick auf die deutschen Ritter, und in seinem und HerzogKonrads Namen ging eine Gesandtschaft nach Italien zu Hermann vonSalza, erhielt gegen das Versprechen, dem Orden ein an der Nordwest-grenzc Masoviens gelegenes Gebiet, das Land nördlich von dem FlusseDrewenz, abzutreten, dessen Zusage sowie die päpstliche Einwilligung,und Kaiser Friedrich bestätigte im Voraus dem Orden den Besitz allerzu machenden Eroberungen, wie es vorher Philipp und Otto IV. den