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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
Entstehung
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Zß2 Das römisch-deutsche Reich im Zeitalter der Krcuzzügc.

Folge die Entscheidung in den größten Wcltbegebenheiten abtreten sollte.Das Papstthum aber, ans seinem dritten Kampfe als Sieger hervor-gehend, stand ans einer ihm selbst und der Kirche gefährlichen Höheweltlicher Macht, auf der es sich nur so lange behaupten konnte, alsder sittliche Ernst, der den Sieg gegeben, in seinen Trägern ungeschwächtblieb. Die Völker waren in seinem Kampfe mit dem Kaiserthumc aufseine Seite getreten, und als das Kaiserthum vernichtet war, überkameS den Beruf, Leiter des christlichen Staatenwesens zu sein, einenBeruf, den es bei der Natur seines ersten und beständigen Berufes nurfür einige Zeit erfüllen konnte.

21. Daß Friedrichs Nachkommen in fruchtlosem Kampfe für Be-hauptung des italischen Erdreiches untergehen, ist das Nachspiel deögroßen Kampfes. Wie die Hohenstaufen das zu ihrem Unglücke erwor-bene Reich als die festeste Grundlage ihrer Macht ansahen, räumteauch Konrad seinem Gegner Wilhelm das Feld, um das Erbe desHauses in Italien zu retten. Im Jahre 1251 ging er durch EzzelinSGebiet über Verona, Vicenza und Padua nach Pola und von da zuSchiffe nach Apulien. Seine Ankunft gab der Sache der Hohenstaufen,die sein Stiefbruder Manfred, ein unehelicher Sohn des Kaisers, müh-sam aufrecht erhalten hatte, für kurze Zeit den Sieg, der sich im Jahre1253 mit Einnahme Neapels vollendete. Seine Strenge in Bestrafungder Empörten verschlimmerte das Verhältnis; und zwischen ihm undManfred trat Entfremdung ein. Er starb im Jahre 1254, als er imBegriffe war, nach Deutschland zu neuem Kampfe gegen König Wilhelmzurückzukehren. Sein Testament setzte einen Vormund für seinen inseiner Abwesenheit in Deutschland geborenen Sohn Konrad ein, derspäter in Italien den Namen Konradin erhielt. Doch Papst Jnuocenz,der im Jahre 1251 nach Italien zurnckgekehrt war, hatte mit Maß-regeln gegen die Hohenstaufen fortgefahren und stand wegen Uebernahmeder sicilischen Krone, die er schon Richard, dem Bruder, und Edmund,dem Sohne König Heinrichs III. von England, angetragen, mit Lud-wigs IX. Bruder, dem Grafen Karl von Anjou, in Unterhandlung, derdurch Vermählung mit Beatrir, der Erbtochter einer in Provence regie-renden Nebenlinie des aragonischen, zugleich über Catalonien herrschen-den Königshauses auch Graf von Provence geworden war. SeinerSache nicht vertrauend, überließ der Vormund Konradins die Regierungan Manfred und dieser schlug ein päpstliches Heer, ließ sich in Palermokrönen und richtete die gibellinische Partei in Oberitalien wieder auf, woim Jahre 1259 Ezzelin bei Cafsano im Mailändischen geschlagen und gefan-gen worden und in der Gefangenschaft gestorben war. Bis zum Jahre 1260behauptete er sich als König. Da unterlag er unter Jnnocenzens drit-tem Nachfolger Clemens IV. in der Schlacht bei Benevent dem neuen