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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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Das römisch-deutsche Reich im Zeitalter der Kreuzzüge.

seiner dritten Frau des englischen Königs Heinrich HI. Schwester Jsa-bella. Darauf ward zu Mainz ein Reichstag gehalten, der sich durchGlanz dem ebendaselbst von seinem Großvater gehaltenen an die Seitestellte. Hier wurde der alte wclfische Streit dadurch beendet, daß Ottodas Kind, der Sohn von Heinrichs des Löwen jüngstem Sohne Wil-helm, die braunschweigisch-lüneburgischcn Alode dem Kaiser übergabund sie als Herzogthum mit dem Rechte der Vererbung auf weiblicheNachkommen zurückempfing. Ferner wurden hier neue Bestimmungenzur Herstellung des Landfriedens getroffen, deren Schärfe und Ausführ-lichkeit eben zeigt, wie festgewurzelt das Uebel schon war. Die Zer-störung von Burgen, die zu dem Zwecke, Räuberei zu treiben, angelegtwaren, war im Gefolge jener Gesetze. Auf einem in demselben Jahrezu Augsburg gehaltenen Reichstage wurden auch die Angelegenheitendes Herzogthums Schwaben geordnet. Schon nach Otto's IV. undseiner Gemahlin Beatrix Tode hatte Friedrich cs eingezogen, und die-jenigen Theile, auf welche Ottokars Sohn Wenceslaw als Gemahl vonPhilipps ältester Tochter Kunigunde Anspruch machte, so wie die, welchePhilipp im Kampfe gegen Otto IV. veräußert hatte, brachte er an dasHerzogthum zurück, das er jetzt, Elsaß ciugcschlossen, als unmittelbaresNeichsland behandelte, wie es die Salier mit Franken gethan hatten.Noch war an dem Herzoge von Oestreich, Leopolds Sohne Friedrichdem Streitbaren, die Acht zu vollziehen, die wegen Verbindung mitHeinrich und wegen Ungehorsams gegen den Kaiser über ihn verhängtwar.. Doch im Verlangen, mit den in Deutschland gesammelten Kräftenden Krieg gegen die Lombarden zu beginnen, überließ der Kaiser diesesGeschäft dem Könige Wenceslaw, dem Herzoge Otto von Baiern undden Bischöfen von Bamberg, Passau und Freisingen, und erst die Erfolg-losigkeit ihrer Bemühungen rief ihn im Jahre 1236 aus Italien, woer den Krieg mit der Erstürmung Vicenza's eröffnet hatte, zurück, woraufdas Herzogthum erobert und eingezogcn wurde, um in zwei Theile,Oestreich und Steiermark, getheilt, durch Statthalter des Kaisers ver-waltet zu werden. Doch kam nach des Kaisers Abzug der HerzogWieder in den Besitz seiner Länder und erhielt mehrere Jahre später desKaisers Verzeihung.

17. In Italien begann nun der Kampf, der den Untergang derHohenstaufen entschied, in dem aber Friedrich vorher die ihm bei rück-sichtslosem Verfahren zn Gebote stehenden Mittel, die Kräfte seines ge-wandten und verschlagenen Geistes und die Thätigkeit talentvoller Männerseiner Umgebung in weitestem Umfange aufbot. Den Lombarden ver-setzte er einen schweren Schlag im Jahre 1237 durch den großen Siegbei Cortenuova am Oglio und gab in der Freude des Sieges eine un-eheliche Tochter seinem Freunde Ezzelino zur Ehe, der in den von ihm