bis zum Ende des elften Jahrhunderts.
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Der Emir von Sevilla, der eine Zeitlang Alfonso'S Unternehmungengegen den Staat von Toledo gefordert hatte, sah bald die Gefahr derLage, in welche er selbst dadurch gerathen war. Da der von ihm undanderen Emiren um Beistand angerufene Justus noch gegen den kleinenmoslemischen Fürsten von Ceuta und Tanger beschäftigt war, verhalfihm der Emir von Sevilla zu deren Eroberung, und nachdem der Mo-rabethe sich die feste Stadt Al Dschesiraö hatte zusichern lassen, erschiener im Jahre 1086 in Spanien als ein Beschützer der Moslemen, derunvermeidlich auch ihr Herr werden mußte. Die großen Streitkräfte,die dem Beherrscher des nordwestlichen Afrikas zu Gebote standen, sowieder Nachdruck, den persönliche Größe seinen Unternehmungen gab, ge-boten dem Könige von Castilien Halt auf seiner Siegeslaufbahn. DieSchlacht bei Salaka in der Nähe von Badajoz am Guadiana oderAnas im Jahre 1086 rettete den Staat von Zaragoza, dessen Haupt-stadt zu belagern Alfonso begonnen hatte, und brachte den Christen unge-achtet des angestrengtesten Kampfes eine große Niederlage bei, als derenZeichen der Sieger Tausende abgcschnittener Köpfe durch Spanien undAfrika versandte. Doch das Unglück lähmte Alfonso'S Thätigkeit nicht,und Jussuf wurde erst an Verfolgung des Sieges durch die Nothwen-digkeit, nach dem Tode seines in Marokko zurückgelassenen Sohnes dieAngelegenheiten Afrikas zu ordnen, gehindert und mußte bald seineWaffen gegen die Emire kehren, die sich, um der Herrschaft ihres Bun-desgenossen zu entgehen, sogar mit den Christen verbündeten. So hieltendie streitenden Theile sich wenigstens das Gleichgewicht. In Bekämpfungder Moslemen zeichnete sich der durch Lieder verherrlichte RodrigoDiaz, genannt der Cid oder der Herr, aus, der Ferdinands, Sancho'sund Alfonso'S Feldherr gewesen, nun aber bei Alfonso in Ungnade ge-fallen und als selbstständiger Feind der Moslemen aufgetreten war. Ereroberte Lm Jahre 1094 die Stadt Valencia, die jedoch nach seinem imJahre 1099 erfolgten Tode wieder verloren ging. Mit Anfang desnächsten Jahrhunderts erstiegen zwar die Morabethen den Gipfel ihrerMacht durch den Sieg, den sie nach Jussufö im Jahre 1106 erfolgtemTode unter seinem Sohne Ali im Jahre 1108 bei Ucleö, 18 Meilenöstlich von Toledo, erkämpften. Auch starb im Jahre 1109 Alfonso, derSchild Spaniens, nachdem er bei Ucles seinen einzigen Sohn verlorenhatte. Doch die Stärke der Morabethen schwand bald, da sie auf derBedeutsamkeit Jussufs beruht hatte, und da ihre Herrschaft, wie es dasSchicksal aller moslemischen Herrschaften war, bald durch eine neueersetzt wurde. Während der Thätigkeit Alfonso'S war auch der Grundzu einem neuen christlichen Staate auf der Halbinsel gelegt worden.Unter den Kämpfern, welche der Krieg gegen die Moslemen über diePyrenäen gelockt hatte, war ein Angehöriger der burgundischen Seiten-