bis zum Ende des elften Jahrhunderts.
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den Großen des Reiches, legte den Grund zu ihrer Unabhängigkeit vonLeon, welche durch Anschließen an das benachbarte Reich Navarra nunförmlich ausgesprochen wurde. Das Reich Navarra gehört zu den ausder ehemaligen fränkischen Eroberung hervorgegangenen. Am südlichenFuße der westlichen Pyrenäen hatte die fränkische Herrschaft nur so langeGeltung gehabt, als fränkische Waffen in der Nähe gewesen waren.Die Beherrscher Navarra's leiteten ihre Abkunft von dem west-gothischen Königsgeschlechte her. Die schwer zu beugenden Baskenunterwarfen sich im Laufe der Zeit den asturischen Königen, kamen aberin der Folge unter die Herrschaft von Navarra, wahrscheinlich, indemdas schwächere der beiden Nachbarliche ihnen bei dem Namen derAbhängigkeit die größere Unabhängigkeit versprach. Zu einer eigent-lichen Macht im Norden der Halbinsel wurde das Reich durch SanchoGarcias erhoben. Dieser nahm im Jahr 905 den Königstitel an undgewann an Gebiet durch rüstige Bekämpfung der Moslemen, wodurchPampelona, für die Folge Hauptstadt des Landes, in seine Gewalt kamund die Grenze sich bis nach Narera und Tudela vorschob. Er verbandmit seinem Reiche auch Aragonien. Dieses Reich, auf den südlichenAbhängen der Pyrenäen bis an den östlichen der beiden Flüsse, welcheNoguera heißen, ausgedehnt, war allmälig durch Vereinigung der vierGrafschaften Aragon, Sobrarve, Rivagorza und Pallas entstanden. Dasunter dem Namen Navarra vereinigte Reich besaß durch die Beschaffen-heit der Gegend eine große Fähigkeit des Widerstandes gegen die Mos-lemen. Des ersten Königs Nachfolger setzten die Kämpfe gegen dieMoslemen fort. Sancho III. der Große benutzte die MinderjährigkeitBermudo's III. (1028—1037) von Leon, um dessen Reich an sich zubringen. Erst setzte er Castilien mit Navarra dadurch in Verbindung,daß er es nach dem Erlöschen der dortigen Grafen als Gemahl derSchwester des letzten Grafen Garcias in Besitz nahm. Seine Kämpfegegen Leon wurden dadurch beendigt, daß er seinen zweiten Sohn Fer-dinand, dem er Castilien übergeben hatte, mit Bermudo's Schwestervermählte und dabei das Land zwischen den Flüssen Pisuerga und Ceazur Vergrößerung des kastilischen Gebietes erhielt. Doch bemächtigtesich Sancho gewaltsam auch der Herrschaft in Leon. Erst nach seinemTode im Jahre 1035 gelangte Bermudo wieder zur Negierung. Nunentspann sich neuer Krieg zwischen Bermudo und Ferdinand. Im Jahre1037 fiel Bermudo im Kampfe. Mit ihm erlosch die Königsfainilievon Leon, und Ferdinand war König von Castilien und Leon. Vondem Reiche Navarra hatte aber Sancho nicht bloß Castilien für Fer-dinand abgetrennt, sondern er hatte das Reich unter vier Söhnegetheilt und dem ältesten, Garcias III., das eigentliche Navarra undeinem dritten, Namiro, Aragonien gegeben, wobei sich von Aragonien