bis zum Ende des elften Jahrhunderts.
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über ganz Afrika fiel der Dpnastie der Fatimiden zn, deren Macht anseiner Empörung im Reiche der Aglabiden im Jahre 910 hervorgegangenwar. Der Gründer der Dpnastie gab sich für einen Abkömmling Ali'sund Fatime's aus, und seine Familie, zur Bezeichnung ihrer Abstammungvon dem Propheten die Fatimiden genannt, nahm daher das Recht aufdie Kalifenwürde in Anspruch, weshalb der Titel Kalif auch von ihr,wie von den Herrschern zn Bagdad und Cordova geführt wurde. DieHauptstadt des Reiches war erst Mahadiah, nachher Kahira, das nuneiner der Hanptsitze arabischer Cultur wurde. Im Osten gehörte denFatimiden außer Afrika noch die Westküste Arabiens mit den heiligenStädten Mekka und Medina und der größte Theil Syriens. Syrien,dessen Besitz der Untergang der Hamadaniden gesichert hatte, fiel mitAusnahme der Phönicischen Küstenstädte in die Hände der Seldschuken.Doch wurden im Jahre 1096 die Ortokiden durch den fatimidischenVezir aus Jerusalem vertrieben und diese Stadt dem fatimidischen Reichewieder angeschlossen. Im Westen erhielten sich die Edrisiden, indem siesich abwechselnd unter der Fatimiden und der Omajaden Hoheit stellten,in einem kleinen Theile ihres ehemaligen Reiches. Weitere Schmäle-rung des Reiches der Fatimiden erfolgte im Westen durch Ausdehnungder omajadischen Herrschaft nach den Spanien zunächst gelegenen Gegen-den Afrika's und durch die Entstehung der Dynastieen der Zei'riden undder Badisiden. Die Herrschaft der Zei'riden begann im Jahre 936und hatte ihren Mittelpunkt in der im Nordosten der alten ProvinzTingitana gelegenen Stadt Wadschida. Ihr Reich ging in das der Omaja-den auf, denen sie schon um das Ende des Jahrhunderts sich unterwarfen.Um dieselbe Zeit verloren die Fatimiden den Theil Afrika's, wo ihreMacht sich gebildet hatte, durch das Auftreten der Badisiden in Kair-wan, die die Anerkennung der Kalifen zu Kahira erhielten und, so langedieselben eine Oberhoheit geltend zu machen vermochten, als derenStatthalter regierten. Sie eroberten schon im Anfänge des elften Jahr-hunderts Sardinien, das ein wenig beachteter Theil des römisch-deutschenReiches war, und entrissen den Omajaden die balkarischen Inseln. Dock-verloren sie Sicilien, das sie von den Fatimiden, wie diese von den Agla-biden, überkommen hatten, an die Normannen. Ihre Herrschaft dauerte,gleich denen der Fatimiden und der Omajaden, bis in das zwölfte Jahr-hundert. Neben ihnen entstand um die Mitte des elften Jahrhunderts einReich, das nicht der Ausbildung einer abweichenden religiösen Richtung, son-dern der religiösen Erneuerung eines arabischen Stammes sein DaseinVerdankte. Araber, die in den Zeiten Musa'ö in den äußersten Westengelangt waren, hatten sich aus Neigung zur Absonderung von fremdenStämmen in die Wüste zurückgezogen, waren aber dort so verwildert,daß die Kenntniß des Islam sich bei ihnen verlor. Eines ihrer Häupter