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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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Die Reiche der Moslemc» und das christliche Spanien

herstellte, in angestammter Rohheit und setzte beutegierig das Nomaden-leben fort. ES schwoll fortwährend an durch Schaaren, die auö demHeimathlande, aus den Steppen, nachzogen und ohne nationale Zu-sammengehörigkeit durch die Aussicht auf Beute sich den Seldschukenanschlossen und ihren Namen thcilten. Der Sitz des Sultanö warJöpahan, und von hier aus regierte und eroberte er hauptsächlich mitHülfe seines trefflichen Stellvertreters oder Vezirs Nezam al Mulk.Bei der ungeheuren Ausdehnung des Reiches war aber für denHerrscher eines so rohen Volkes die Ausübung unmittelbarer Herrschaftnicht möglich und cs wurden daher einzelne Länder einzelnen Hordcn-führern überlassen, die für sich weiter eroberten und plünderten und alsSultane dem Großsultan zu Jspahan untergeben sein sollten. DieHalbinsel Kleinasien ward bis aus die westlichen und nördlichen Knsten-gegenden durch Suleiman, einen Seitenverwandtcn MalekschahS, denOströmern entrissen. Von den Ländern des südwestlichen Asiens warArabien aller Theilnahme an den Weltbegebenhciten entrückt. In demLande, von dem der Islam ausgegangen, war der Zustand, der vorEntstehung des Islam dort bestanden, zurückgekehrt, wenn auch derIslam selbst dort fortdauerte. Ucber einen Thcil SprienS war, seitdie Herrschaft der Abbasidcn auch hier erloschen, die Herrschaft vonDynastieen, die in Afrika nacheinander sich erhoben hatten, ausgedehnt.In dem nördlichen Syrien und den Ländern des Euphrat und Ti-gris, Mesopotamien und Babylonien oder Al Dschesira und Irak Arabi,entstanden und vergingen Dynastieen von weit kleinerem Gebiete alsdie östlichen hatten. Unter ihnen erlangten eine vorübergehende Be-deutung die Hamadaniden, Kelabiden und Okcüliden. Die Hamadanidcnwurden gegen Ende des neunten Jahrhunderts Herren von Mosul. Sieerwarben von hier aus ein Gebiet, mischten sich in die Kämpfe um dieWürde des Emir al Omra und erhielten dieselbe im Jahre 942.Bald aber zogen sie sich aus diesen Kämpfen zurück und verfolgten einanderes Ziel, die Oströmer in Armenien und die Aegyptier in Syrienzu bekämpfen. In dem Kampfe gegen die Aegyptier eroberten sie imJahre 944 Haleb oder Aleppo, und theilten sich in zwei Linien, die vonMosul und die von Haleb. Die Linie von Mosul erlosch im Jahre980 und die von Haleb verlor im Jahre 1015 ihr Gebiet an die Kela-biden. Indessen war Mosul der Sitz einer neuen Dynastie, der Okai'-liden, geworden und diese bekämpften zur Zeit MalekschahS die Kela-biden, entrissen ihnen ihr Gebiet und wurden dann selbst die Beute derSeldschuken. Der Fortgang der seldschukischcn Eroberungen entriß auchden ägyptischen Beherrschern ganz Syrien mit Ausnahme der phönicischenKüstenstädte. So kam denn Jerusalem, die heilige Stadt, in die Händeder rohen Horden. Die Eroberungen im südwestlichen Asien hatte schon