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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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bis zum Ende des elften Jahrhunderts.

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westen über Fars aus. Da die Sultane dem Islam ergeben waren,wurde jetzt, was der Kalif Walid I. ohne dauernde Nachwirkung be-gonnen hatte, der Islam nach Indien getragen und das Bramanenthummit Zerstörungseifer bekämpft. Von Indien her brachten die Siegerauch unermeßliche Schätze, die seit Jahrhunderten an den heiligen Ortendes Vramanenthums aufgehänftcn Opfergabcn. Dagegen lieferte derWesten des Reiches den im Osten so furchtbar gewordenen Erobererndie Mittel, im Gebiete des Islam ein neues geistiges Leben zu erwecken.Nachdem schon unter den Samaniden sich eine persische Dichtung geregthatte, entfaltete sie sich unter dem gegen seine Lobrcdner freigebigenMahmud zu einer hohen Vlüthe. Unter Hunderten von Dichtern, dieihn und seine Macht in Persischer Sprache besangen, glänzte Firdusi oderder Paradiesische, der Verfasser des Schah Nameh oder Heldenbuches,das die Thaten persischer Könige bis zum Untergange der Sassanidenerzählt. So begann die geistige Cultur im östlichen Asien aus einerarabischen wieder eine persische zu werden, obgleich auch die arabischeWissenschaft in dem Arzte und Philosophen Ebn Sina oder Avicennaeinen ihrer bedeutendsten Vertreter am Hofe Mahmuds hatte.

5. Auch die Herrschaft von Gasna, die, wie die ihr vorhergehen-den, von dem Kalifen anerkannt war, wich bald einer neuen, welcherganz Asien bis nach Acgppten hin anheimfallen sollte. Mahmud, der,obgleich selbst türkischer Abkunft, die Türken im Norden bekämpfte, siedelteHorden von ihnen diesseits des Orus an, die unter dem zum Islam über-gctretenen Seldschuk standen und nach ihm die Seldschuken hießen. Anihrer Spitze empörte sich Seldschuks Enkel Togrulbeg zur Zeit, alsMahmuds Sohn Massud (10311040) gegen die empörten Fürstenoder Rajah von Indien kämpfte. Thronstreitigkciten, die nach MassudsTode in seinem Hause ausbrachen, gestatteten dem neuen Sultan, sichvon Korasan aus nach allen Seiten auszubreiten. Die Sultane vonGasna wurden auf den östlichsten Theil ihres Reiches beschränkt. ImWesten fiel der Nest des Buidcnreiches, und aus den Händen desKalifen Abdallah IV. Beamrillah, der ihm Freundschaft und Unterwer-fung angeboren, empfing Togrulbeg im Jahre 1058 die Würde desEmir al Omra. Ihm folgte, da er kinderlos war, seines BrudersSohn Alp Arslan oder der muthige Löwe im Jahre 1063, als Emiral Omra wie als Sultan der Seldschuken. Er entriß den OströmernArmenien und die kaukasischen Länder, und starb auf einem Zuge, dener zur Unterwerfung der Steppenvölker jenseits des Orus unternommenhatte. Unter seinem Sohne Malekschah (10721092) dehnte sich dieseldschukische Macht über ganz Asien aus. Doch blieb das Volk beiseiner Verbreitung über gebildetere Länder, so sehr auch Malekschahselbst die Pflege der Wissenschaft begünstigte und verfallene Schulen

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