232 England und der Norden bis zum Ende des elften Jahrhunderts.
gestanden hatte, wurden hergestellt, wie er auch selbst zur Zeit derKrönung Konrads II. gleichzeitig mit dem bnrgundischen König Ru-dolf III. in Nom anwesend war. Doch die Verbindung der drei Reichewurde nach Knuds Tode wieder zerrissen. Die Herrschaft über Englandging von den nordischen Normannen, nachdem für kurze Zeit eineangelsächsische Negierung hergestellt war, an die französischen Normannenüber. Wie es einst durch die römische Herrschaft dem Süden zugewandtgewesen war, trat es, da es durch einstweiligen Eintritt in den nordischenStaatenkreis eine große Aufgabe gelöst hatte, mit den südlichen Staaten,zunächst mit Frankreich, in nähere Verbindung. Schon mit Knuds Todeim Jahre 1035 begann das Auseinanderfallen der Reiche. Sein SohnSven, den er mit der Regierung Norwegens beauftragt hatte, konntesich noch bei Lebzeiten des Vaters dort gegen Magnus den Guten,einen Sohn Olavs des Heiligen, der, von einer Partei auf den Throngerufen, aus Rußland herbeigekommen war, nicht halten. Hardiknud,Knuds und Emma's Sohn, zu dem Sven sich geflüchtet hatte, ward inDänemark von den Norwegern angegriffen und mußte, da Knud inzwi-schen gestorben war, Dänemark durch einen Vergleich retten, nach wel-chem der Ueberlebende das Reich des kinderlos Verstorbenen erben sollte.In England, das ihm durch den Willen des Vaters ebenfalls bestimmtwar, kam ihm Harald Harefoot oder Hasenfuß, Knuds Sohn aus frühererEhe, zuvor, und er gewann das Land erst nach dessen Tode im Jahre1039, da die Großen des Landes ihn nach London cinludcn, wo er dieKrönung empfing. Unter seiner Negierung kam sein Halbbruder Eduard,der einzige noch übrige Sohn Ethelreds, nach England zurück, und nachseinem Tode im Jahre 1042 erhielt dieser als Eduard III., wegenseiner aufrichtigen Frömmigkeit der Bekenner genannt, die Herrschaft,der sechszehnte und letzte König des Hauses, das mit Egbert begonnenhatte, der zwanzigste König Englands seit Vereinigung der sieben Reiche.
7. Eduard erhielt die Krone hauptsächlich durch die Bemühungeneines Grafen Godwin, der dadurch, daß er selbst sowohl, als mehrereseiner Söhne Statthalterschaften bekleideten, den Einfluß eines großenNeichthums noch verstärkte und unter der neuen Negierung Vorberei-tungen znm Uebergang der Krone an sein Haus zu treffen gedachte.Seine Pläne sah er gefährdet, als Eduard in dem Bemühen, EnglandsWunden zu heilen, hauptsächlich seine Mittel aus der Normandie zogund die Kirche in England durch normannische Geistliche zu erneuernsuchte. Ein Besuch Wilhelms II. von der Normandie schien eine Ver-bindung der königlichen Familie mit den jenseitigen Nachbarn zu befesti-gen. Es brach eine gegen den fremden Einfluß gerichtete Gegenbcwe-gung aus, welche nach Godwins Tode von seinem Sohne Harald fort-gesetzt wurde, und als der König im Jahre 1066 starb, bestimmte er
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