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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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England und der Norden bis zum Ende des elften Jahrhunderts. 247

(946 055), worauf Edwy (055 950) und Edgar (959 975)zur Negierung kamen. Unter Edmund wurde Northumbricn, das anAnlaf hatte überlassen werden müssen, mit dem Reiche vereinigt unddie Britten in Cumberland unterwarfen sich. Zugleich begann jetzt einenachdrückliche Thätigkeit, in dem äußerlich befestigten Reiche die innereOrdnung zu schützen, die Kirche von den in sie eingedrungeuen Nebelnzu befreien und ihr so zu der ihr gebührenden Wirksamkeit zu verhel-fen. Au der Spitze dieser Bemühungen stand als des Königs RathgeberAnfangs ein Enkel Alfreds, Turketul, und als er Abt des durch ihnhergestelltcn Klosters Croylaud im nordöstlichen Mercia wurde, erhielt eran dem von ihm empfohlenen Duustan einen würdigen Nachfolger.Dunstans Wirken dauerte auch unter Edred fort, und als er, des Hof-und Weltlebeus müde, in das Kloster Glastoubury in Messer, zu dessenAbt schon Edmund ihn gemacht, sich zurückgezogen hatte, hörte seine Wirk-samkeit für das Reich nicht auf. Nicht allein, daß unter ihm Glastouburpgleich Cropland eine Pflanzschule für ein neues und besseres Geschlechtdes Klerus wurde, die Thronbesteigung Edwy's führte ihn, da dieserdurch eine unrechtmäßige Verbindung mit einer nahen Verwandten Aer-gerniß gab, an den Hof zurück und er ward der Vertreter der Zuchtgegen den zur Ausschweifung geneigten König. Die Feindschaft desKönigs, die hieraus entsprang, gab der Partei des der Zucht abgeneigtenKlerus einen Halt, und Duustan mußte nach Flandern entfliehen. DieUnzufriedenheit gegen Edwy, dessen Habsucht die Klöster plünderte, wuchsindessen so sehr, daß sein Bruder Edgar zum Könige des nördlich vonder Themse gelegenen Landes auögerufen wurde. Diese Trennung ver-hütete allgemeine Verbreitung der von Edwy geförderten Nebel. Dunstankehrte auf Edgars Veranlassung zurück, und als dieser nach des unglück-lichen Bruders Tode seine glückliche Negierung über das gesammte Reichbegann, konnte Dunstan, dessen Rath er folgte und den er zum Erz-bischöfe von Canterbury erhob, seine Pläne verfolgen und mit Glückfür die Reform der Kirche kämpfen. Doch eine neue Zeit der Ver-wirrung und Auflösung brach über das Land herein. Von EdgarsSöhnen lebte Eduard II. nur wenige Jahre (975 979), da EdgarsWittwe Elfride dem jüngern Sohne Ethelred II. die Herrschaft zuwen-den wollte, und Eduard in den dadurch entstandenen inncrn Zwistendurch Meuchelmord fiel. Ethelred, von dessen Negierung Dunstan, schonim Leben als Heiliger geehrt, noch die ersten neun Jahre sah, überließsich schlechten Nathgebern und das Reich war durch schlechte Negierungin einem Zustande innerer Zerrüttung, als in Folge von Ereignissen,die in den nordischen Landen Enropa's vorgingen, neue Angriffe, theilsdurch Dänen, theils durch die skandinavischen Normannen erfolgten.

4. Die seit lange von den nordischen Ländern ausgehenden See-