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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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Das Karolingische Reich.

sowie die ostwärts bis zur Elbe wohnenden Oftphalen, gaben Geiseln,viele Sachsen traten durch Annahme der Taufe zum Christenthum über,und es begannen kirchliche Einrichtungen auf ihrem Gebiete. Einerihrer Führer aber, Wittekind, der die Seele des Widerstandes gewesen,war über die Elbe in das Land der Dänen entflohen und fachte vondort aus mit dänischer Hülfe den Krieg von Neuem an. Als im Jahre782 Sachsen mit Franken vereint gegen das slavische Volk der Sorben,das zwischen Saale und Elbe wohnte, ziehen sollten, wandten sie sichgegen die Frauken, denen sie am nördlichen Ufer der Weser am Fußedes Gebirges Snntel eine Niederlage beibrachten. Karl erschien mitüberlegener Macht in ihrem Lande, Wittekind entwich, und das Volkverstand sich dazu, die Schuldigen ausznliefern. Da rächte Karl dieTreulosigkeit, indem er mehrere Tausende an einem Tage zu Verdenan der Aller hinrichten ließ. Es folgte ein neuer dreijähriger Kampf,in welchem es Karl, da früher die Stämme oder Gefolgschaften verein-zelt gekämpft hatten, mit der durch jene Handlung aufgeregten Nationim Ganzen zu thun hatte. Dieser Kampf, in dem die Sachsen an derHase eine Niederlage erlitten, endigte durch die Unterhandlungen, mit-telst deren Karl den jenseits der Elbe verweilenden Wittekind bewog,nach Attiniacum an der Arona zu kommen und die Taufe anzunchmen.Als der neue Arminius sich unter das sanfte Joch der christlichen Reli-gion gebeugt hatte, dauerte der Friede acht Jahre (785 793). Indieser Zeit vollendete sich auch die Unterwerfung der Friesen, die beidem Beginn des sächsischen Rachekrieges mitaufgestandcn waren und denBischof Ludgerus vertrieben hatten, jetzt aber, ungeachtet alles im östli-chen Theile ihres Landes versuchten Widerstandes, unter Ludgerus' Lei-tung zum Christenthum bekehrt wurden. Sie und die Sachsen folgtenjetzt dem fränkischen Heerbanne, sowohl gegen die nordwärts von denSorben wohnenden Milzen, als nach Bajoarien und gegen die Avaren.Während dieser Kriegszüge nach der Donau brach unter den Sachsenwieder ein Aufstand ans. Nach vielen Siegen, die Karl inzwischen imSüden erkämpft hatte, waren die Sachsen immer noch ungebeugt. Esbegann eine neue Reihe von Heereszügen, zum Theil von des Königsältestem gleichnamigen Sohne geführt. Verheerung des Landes, Ver-pflanzung der Gefangenen in andere Gegenden, Ansiedlung von Frankenim Sachsenlande, Entzweiung der Stämme durch abgesonderte Unter-handlungen wurden daneben angewandt. Auch gewann der König dieObotriten, den nordwestlichsten der slavischen Stämme, zu Bundesgenos-sen, welche die überelbischen Sachsen im Süden der dänischen Halbinselim Rücken angriffen. Erst im Jahre 804 war der Krieg beendet, undohne daß ein förmlicher Vertrag geschloffen worden wäre, hatten dieeinzelnen Stämme nach und nach sich der fränkischen Herrschaft bequemt

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