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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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130 Die Araber bis zu Ende bcS achten Jahrhunderts und die Wcstgothen.

Rhone zurück. In den nächsten Jahren waren die spanischen Moslemendurch innere Parteiung den Nachbarn minder gefährlich. Als sic aberihre inneren Zwiste, in welche bei dem Kampfe der Omajadcn und derAbbastden weder von Afrika noch von Syrien ans Angegriffen werdenkonnte, durch Erwählung eines neuen Regenten zu schlichten begonnenhatten, folgte endlich auf die Zeit der Eroberungen und der Unruheeine Zeit, wo sich die Verwaltung des Landes ordnete und die Verhält-nisse der Bewohner sich feststellten. Es wurden aus der Halbinsel Vier-Bezirke, Marida, Korthoba, Tolaitäla und Sarkostha, gebildet, die nachden Städten Emcrita, Cordnba, Toletnm und Cäsaraugusta benanntwaren, und zu welchen als fünfter Septimanien unter dem Namen Nar-buna hinzukam. Von diesen Bezirken entsprachen Marida und Kor- jthoba den alten Provinzen Lusitania und Bätica, während Sarkosthavon der alten tarraconischen Provinz nur das Gebiet des Jberns um- Ifaßte und der Nest derselben mit der karthagischen Provinz zu demBezirke Tolaithala verbunden war. Das Streben nach fester Ordnungkam vor Allen den Christen zu Gute, die von der in Zeiten der Ver-wirrung herrschenden Gewaltthätigkeit am meisten zu leiden hatten, dabei dem raschen Wechsel der Herrschaft, wo jeder Statthalter und Nntcr-statthalter die Zeit seines Amtes rasch zu eignem Vortheil nutzen wollte, ^gerade sie ihre Habe der Raubgier zur Beute werden sahen. Die !Schritte, die Jussuf, der neu gewählte Regent, einem geordneten Zustandeentgegen that, wurden jedoch durch neuen Bürgerkrieg unterbrochen. Die-sen Bürgerkrieg endigte erst das Auftreten des Omajaden Abderrahman,der im Jahre 755 im Lande erschien und als Abkömmling des Kalifen-geschlechtes für gesendet galt, lang ersehnte Ruhe zu bringen. In einemZeiträume von fünf Jahren hatte er Spanien unterworfen, währendjenseits der Pyrenäen die moslemische Herrschaft durch die Franken ver-nichtet wurde. Die Abbasiden richteten zwar ihr Augenmerk auf die inSpanien wieder erstehende Herrschaft des ihnen verhaßten Geschlechtes,doch der neue Emir von Spanien, der sich auch den Kalifentitel bei-legte, schlug die Angriffe, welche von Afrika aus auf Almansors Befehlgegen ihn unternommen wurden, siegreich zurück und schützte nicht minder >seine Küsten durch eine Seemacht gegen die in Afrika sich ausbildendeSeeräuberei. Nach Süden gesichert, erlebte er es noch, daß die Nesteeiner durch ihn niedergeworfeu'en Partei sich an die Frauken anschlofscn,und daß diese durch die von ihnen gemachten Eroberungen eine Stättebereiteten, von welcher aus in der Folge der Islam schrittweise gegenSüden zurückgedrängt werden sollte. Gleiches, wie durch fränkischeEroberung im Nordostcn der Halbinsel sich vorbereitete, hatte sich über-langst im Nordwesten vorbereitet. Bei der Besitznahme des Landesdurch die Moslemen hatte in den felsigen Gegenden Asturiens eine kleine