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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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122 Die Araber bis zu Ende des achten Jahrhunderts und die Westgothen. !

Fuße der östlichen Pyrenäen längs der Küste gegen die Rhone hinzog,geblieben. Die Hauptstadt war unter Amalarich nicht mehr Tolosa,sondern Narbo. Als mit Amalarich das königliche Geschlecht der Bal-then ausstarb, führte der Ostgothe Theudes, der im Auftrag Theodorichsfür Amalarich regiert hatte, in eignem Namen die Herrschaft und ver-legte den Königssitz jenseits der Pyrenäen nach Barcino. Es begannnun, da die Einsetzung eines Königs das Geschäft der Vornehmen unter 'den Gothen wurde, eine Zeit vielfacher inneren Verwirrungen. Zugleichhinderte der immer schärfer hervortretende Gegensatz zwischen den Ka-tholiken und den Arianern das innere Gedeihen. Schon Chlodwig'sFortschritte waren dadurch begünstigt worden, und als Amalarich seineGemahlin Chlotilde, eine Tochter Chlodwigs, zur Annahme des Aria- luismus hatte zwingen wollen, war er von deren Brüdern mit neuem !

Kriege heimgesucht worden, in welchem er umkam. Die Versuche des I

oströmischcn Reiches, die Herrschaft im Abendlande herzustellen, wirktenauch auf das weftgothische Reich, und Theudes unternahm auf Totilaö'Betreiben einen Feldzug gegen das bereits den Oströmern gehörendeAfrika, wurde aber vor der Stadt Septum, die er belagerte, geschlagenund kehrte zurück. Im Jahre 548 wurde Theudes ermordet und einHeerführer Theudisklus, den man an seine Stelle setzte, hatte wegen derrohen Willkühr, mit der er schaltete, schon im Jahre 549 zu Hispalisein gleiches Loos. Als bei der neuen Königswahl ein Zwiespalt ein-trat und von zwei verschiedenen Parteien Agila und Athanagild alsKönige ausgestellt wurden, suchte der letztere eine Stütze an den Ost-römern, die inzwischen die Herren Italiens geworden waren, und gabdiesen dadurch Anlaß, auch in Spanien sich festzusetzen, wo sie die süd-östliche Küste, das obere Thal des Bätis und den südlichen KüstenstrichLusitaniens einnahmen. Nachdem er so die Herrschaft durch Aufopferungeines Theiles des Landes erkauft und Agila zu Emerita von der Handseiner Anhänger den Tod gefunden hatte, brachte er im Innern seineHerrschaft zur Geltung, erhob das mitten im Lande gelegene Toletnmzum Königssitze, näherte sich den Franken durch Vermählung seiner bei-den Töchter Brunhilde und Galeswintha an zwei Enkel Chlodwig's,konnte aber die Oströmer nicht aus dem Lande verdrängen. Zu seinerZeit siegte in dem Reiche der Sueven die katholische Lehre über denArianismus. Nach dem Tode des ersten katholischen Königs Carrarich be-kannte eine von seinem Nachfolger Theodemir nach Bracara berufene Kir-chenversammlung den katholischen Glauben. Es war dies das Vorspieleiner Veränderung, welche bald im Reiche der Westgothen vor sich gehensollte. Nachdem Athanagild, glücklicher als seine Vorgänger, ruhig zuToletum gestorben war, wurde nach längerer Uneinigkeit Liuva zu Narbogewählt, der aber im Jahre 569 seinen Bruder Leowigild zur Theilnahme