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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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120 Die Araber bis zu Ende des achten Jahrhunderts und die Wcstgothcn.

das Christenthum nur cillmälig durch die seinen Bekennen: aufcrlcgtcn ^Beschränkungen und den dadurch herbcigcführten Verfall des Kirchen- ^Wesens sich verlor, erfolgte in Persien, wo der Feuerdicnst veraltet und !abgestorben war, eine rasche Verbreitung des Islam, und nur in demnordwestlichen Medien, in dem nunmehrigen Aderbidschan, an den Uferndes kaspischen Meeres, sowie in Karamanien oder Kerman und an denUfern des unteren Indus erhielten sich Anhänger der alten Religion,Parsen oder Gebern genannt.

6. Omar, der von einem persischen Sklaven zu Medinah in demTempel oder der Moschee ermordet worden, hatte keinen Nachfolger ein-gesetzt, weil er die Kalifenwürde von der Wahl der Vornehmsten abhän-gig wissen wollte. Eine zu Mekka vorgcnommene Wahl fiel auf Oth- ^

man (644655). Unter ihm begannen schon die Eroberungen ihre !

Rückwirkung auf innere Verhältnisse zu üben, indem er an die Stelleder noch von seinem Vorgänger beobachteten Einfachheit fürstliche Prachtsetzte, die alsbald von den Statthaltern der Provinzen nachgeahmt wurde.

Um die Eroberungen nach Westen weiter verfolgen zu können, hob erdas von Omar erlassene Verbot der Seefahrt auf, und Moawifah er-oberte Cppern und Nhodus, schlug den Kaiser Constans zur See an ^der lyrischen Küste und wurde nur durch den Tod des Kalifen von einer >Unternehmung gegen Constantinopel abgehalten. Es hatte sich gegenOthman in Aegypten ein Haß entwickelt, der sich durch Amru's Ent-fernung von der dortigen Statthalterschaft und durch den Verlust Ale-xandriens an eine oströmische Flotte steigerte. Obgleich Amrn seineStelle zurückcrhielt, auch Alexandrien wieder gewann, brach in Mekkaunter den aus Aegypten zurückgckehrten Kriegern eine Empörung aus,welcher Othman zum Opfer fiel. Jetzt wird Ali in Mekka von seinenAnhängern zum Kalifen ausgerufcn. Hiermit beginnt ein Kampf umdie Herrschaft. Aiescha sammelt eine Macht gegen Ali, wird aber bei !

Bassora geschlagen und findet in der Gefangenschaft ehrenvolle Behänd- !

lang. Da tritt Moawifah, von Amrn unterstützt, als Kalif auf. Bei ^Saffai'n am Euphrat stehen beide mit ihren Heeren sich lange kämpfendgegenüber, und als schon Tausende von Moslemen gefallen sind, wirdeine schiedsrichterliche Entscheidung vereinbart. Moawifah zieht sich nachSyrien, Ali nach Kufa am nieder:: Euphrat zurück. Die von beidenSeiten ernannten Schiedsrichter, Amrn und Abu Musa, sprechen die Ab-setzung Beider aus. Aber gleich darauf erhebt sich Moawifah mit Amru'sHülfe von Neuen: zun: Kampfe um die Herrschaft und begründet, wäh-rend der Gegner aus Mangel an Unterstützung in Kufa liegen bleibenmuß, mit Gewalt seine Herrschaft in Aegypten und Arabien. Es bildetsich eine Partei, welche den Streit durch Ermordung der beiden Häup-ter und Amru's beenden will. An Wunden ihrer Dolche stirbt Ali im