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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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Die Araber bis zu Ende des achten Jahrhunderts und die Wcstgothen. ng

entledigt sein wollten und gern mit einem neuen Tribut ihre Sicherheiterkauften, die Unzufriedenheit der Sekten, die von einer fremden Ne-gierung ein besseres Loos erwarteten, Treulosigkeit der Feldherren,Mutlosigkeit des Kaisers begünstigten die Fortschritte der Araber.Als Damaskus, das er vergebens zu entsetzen gesucht, im Jahre 035Verloren war, schiffte Heraklius sich nach Constantinopel ein, wohin erdas heilige Kreuz aus Jerusalem mitnahm. Eine Stadt fällt nach derandern. Jerusalem ergibt sich auf die von dem Patriarchen gestellteBedingung, daß die Christen im Lande freie Uebung der Religionhaben sollen, und Omar zieht selbst in die Stadt ein. Vergeblich erschiennoch einmal ein römisches Heer in Syrien unter des Kaisers SohnConstantinus. CS wurde bei Cäsarca besiegt. Im Jahre 639 warSyrien ganz in den Händen der Araber, und Moawijah, der SohnAbu Sofians, der ein erbitterter Gegner des Propheten gewesen war,erhielt daselbst die Statthalterschaft. Darauf beginnt Amru, ein dritterFeldherr, der bei der Eroberung Syriens thätig gewesen, die EroberungAegyptens. Die jacobitisch-koptische Bevölkerung, die Mehrheit imLande bildend, verträgt sich gern mit den Fremden, da diese ihrem ausAlerandrien vertriebenen Patriarchen für sie freie Rcligionsübung ver-sprochen haben. Alerandrien fällt nach einer Vertheidigung von mehrals einem Jahre im Jahre 641. Ein Denkmal der Eroberung Aegyp-tens wurde die Stadt Kahira. Alsbald knüpfte der Eroberer Verbin-dungen mit den Stämmen Libyens an, bei welchen der Islam leichtenEingang fand. Wie Syrien, das die Wiege des Christenthumö, undAegypten, das eine Heimath griechischer Wissenschaft gewesen, in derAraber Hände gefallen waren, erweiterte sich ihre Herrschaft auch überdas der Religion der Magier huldigende Reich der Perser. Hier hatteseit Kesra Parviz' Tod ein anarchischer Zustand geherrscht, währenddem sieben Könige in raschem Wechsel einander folgten, bis im Jahre 632Jezdcgerd III. den Thron bestieg, um den Untergang des Reiches zuerleben. Nach der Eroberung Babyloniens, das als arabische ProvinzIrak Arabi genannt wird, waren die Fortschritte der Araber durch denKrieg in Syrien unterbrochen worden. Im Jahre 636 ließ Omar denKrieg von Neuem beginnen und als Ktesiphon, das die Araber Madainnannten, nach langer Belagerung gefallen war, entschied eine Schlachtbei Nahawcnd in dem südöstlichen Medien, das die Araber Irak Ad-schemi nannten, das Schicksal des Reiches im Jahre 642. Der Königwar schon vorher nach Nordoften geflohen, suchte jetzt mit Hülfe tür-kischer Schaaren, die er jenseits des Dschihuu gesammelt hatte, seineHerrschaft herzustellen, erlag aber im Jahre 651. Die erste der neuenarabischen Städte im Reiche war Bassora an dem Zusammenflüsse desEuphrat und des Tigris. Während in den vormals christlichen Ländern