die Ostgothcn und die Loiigodardeu.
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Nom und den südlichen Theilcn des jenseitigen Gebietes, das Herzog-thum Perusici, den Longobarden zu einem so unsicher» Besitze zu machen,daß ihre beiden südlichen Herzogthümer außer Verbindung mit demübrigen Reiche kamen und dadurch eine selbstständige Stellung erhielten.Es waren in Italien schwankende Verhältnisse, da die Longobarden nachGelegenheit und Möglichkeit um sich griffen und der Kaiser zu Con-stantinopel die Vertheidigung des Landes nicht mit Nachdruck betreibenlassen konnte. Ein Glück war es für die römische Bevölkerung, daßdas neue Reich selbst der inneren Festigkeit und Ordnung entbehrte undsich so auf keine Gegend mit der dollen Kraft warf, wie sie bei plan-mäßiger Leitung entwickelt werden konnte. Als Alboin im Jahre 573durch seine Gemahlin Nosamunde ermordet worden war und der neuerwählte König Kleph im Jahre 575 wegen seiner Grausamkeit innächster Umgebung einen Mörder gefunden hatte, blieb das Reich sogarohne König und über die einzelnen Gegenden und Städte herrschte, wergerade Macht darin hatte. Die Kirche erhielt unter diesen Umständendas Amt- einer beständigen Vermittlung und Abwehr. Zwar wurdeunter den theils heidnischen, theils arianischen Longobarden früh diekatholische Lehre bekannt, da Autharis, der Sohn Klephs, den die Her-zoge aus Furcht vor fränkischen Angriffen im Jahre 585 nach zehn-jähriger Verwirrung zum Könige gewählt, sich die der Kirche bereitsungehörige Tochter des bairischen Herzogs Garibald, Theodelinde, zurGemahlin wählte und diese nach Autharis' Tode ihren neuen GemahlAgilulf, den Herzog des Taurinergebieteö, der mit ihrer Hand die Herr-schaft erhalten hatte, für ihren Glauben gewann. Doch die Rohheitdes Volkes ließ sich nur langsam durch die Kirche überwinden. Dieäußere Stellung der Päpste wurde unter solchen Umständen eine ganzneue. Obgleich im Gebiete des oftrömischen Reiches wohnend, gewannensie bei der Mühe, die sie auf die Vertheidigung der römischen Land-schaften verwandten, und bei der Unzulänglichkeit dessen, was von Con-stantinopel aus für diesen Zweck geschah, auch in weltlichen Dingen einhervorragendes Ansehn. Sie lieferten in der That auch einen großenTheil der Mittel zum Kampfe gegen die Longobarden von den Ein-künften der reichen Güter, welche die Kirche zu Rom, in Dalmatien, inSicilien und im südlichen Gallien besaß. In dieser Beziehung hatGregor der Große (590—604) eine ebenso ausgedehnte und fruchtbareThätigkeit, wie in der Negierung der Kirche, entwickelt. Hierdurchentging die Kirche der großen Gefahr, in welche sie durch die Wieder-vereinigung Italiens mit dem römischen Reiche gerathen konnte, derGefahr, in ihren Lenkern unter das Joch der Willkühr von Seitenweltlicher Gewalt gebeugt zu werden. Während Gregor den Kampfzur Aufrechthaltung des kaiserlichen Ansehnö förderte, trat er in kirch-