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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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die Ostgothcn und die Loiigobardcn.

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Jahre 533 bekannt gemacht und durch den Willen des Kaisers mitgesetzlicher Kraft versehen, übte auch auf den Westen bedeutenden Ein-fluß, indem es die Kunde des römischen Rechtes erhielt und dessenStudium förderte. Zu dem Bemühen, auch als kirchlicher Gesetzgeberaufzutreten, veranlaßte den Kaiser zumeist die Fortdauer monophysitischerBestrebungen. In der Absicht, den Satzungen der chalcedonischenSynode allgemeine Geltung zu verschaffen, erließ er ein Verdammungs-urtheil gegen drei Schriften, die in einem Zusammenhänge mit demNestorianismus standen, deren Verfasser aber zu Chalcedon für recht-gläubig erklärt worden waren. Durch ihre Verwerfung dachte er dieam wenigsten weit von der Kirche entfernten Monophystten mit der-selben vereinigen zu können. Da die Kirche im Abendlande in derFurcht, das Ansehen der chalcedonischen Synode möge dadurch angetastetwerden, dieses Verfahren mißbilligte, so entstand ein Zwist zwischendem Kaiser und dem Papste Vigilius. Um nicht zum Nachgeben ge-zwungen zu werden, bewog der Kaiser den Papst zu einer Reise nachConstantinopel, wo er seinem Willen durch die Gewalt Nachdruck gebenzu können hoffte. Die Beendigung des Streites sollte durch eine öku-menische Synode erfolgen. Dieselbe wurde als die fünfte im Jahre553 in Constantinopel gehalten. Die Frage, die nicht die Lehre, sondernden kirchlichen Haushalt betraf, wurde von der Synode, zu welcher dieabendländischen Bischöfe aus Furcht vor Gewalt meist nicht gekommenwaren, durch Verwerfung der drei Schriften oder Capitel entschieden.Der Beschluß erhielt die Bestätigung des Papstes Pclagius, der demauf der Heimreise gestorbenen Vigilius gefolgt war, und allmälig wurdeder Widerspruch abendländischer Bischöfe gegen eine vermeintliche Ver-letzung der chalcedonischen Beschlüsse beseitigt. Die Vereinigung derMonophystten mit der Kirche wurde indessen nicht erreicht. Die Irr-lehre schloß sich vielmehr noch fester ab und es bildeten sich durch ein-zelne Verschiedenheiten neue Sekten in ihrem Bereiche. Wie der Kaiserinnerhalb der Kirche eine große Geschäftigkeit entwickelte, richtete erseine Aufmerksamkeit auch auf die in Athen noch fortlebende heidnischePhilosophie und hob den Unterricht auf, der dort noch ertheilt wordenwar, ohne bei seinem Gegensätze zu der neu begründeten Weltordnungeine große Theilnahme erregen zu können.

11. Unter den fünf nächsten Kaisern bricht der von Justinianuslose ausgeführte Bau der Macht zusammen. Justinus II. (565578)erhält als Schwestersohn des Justinianus die Herrschaft auf dessenVeranstaltung; Tiberius (578582) folgt ihm kraft der von ihmerhaltenen Cäsarwürde und bestimmt zu seinem Nachfolger den FeldherrnMauritius (582602). Durch eine Soldatenempörung wird Phokaserhoben (602610) und an seine Stelle tritt durch eine neue Em-