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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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Das römische Reich unter den Imperatoren.

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Präfectur, neben ihnen aber von seines Bruders Annibalianus SöhnenDalmatius die illyrische Präfectur und Annibalianus Pontus mit Arme-nien als besondere Reiche haben sollten. Wahrscheinlich wollte er durchGründung der beiden kleinen Reiche für den vorauszusehenden Fallbrüderlicher Zwiste ein Gewicht bilden, durch welches sich die Wagschaleschneller nach einer Seite senkte. Doch seine Söhne hatten, ohne seineGröße zu besitzen, Alles, was an ihm ungeachtet seiner Größe verwerf-lich gewesen war. Constantius, der von dem Schauplatze des Perser-krieges zuerst in Constantinopel anlangte, befahl oder gestattete die Er-mordung der beiden Vettern. Zwischen den Brüdern blieb kein Friedeund das Ergebniß ihrer Kämpfe war die Vereinigung der Herrschaft inder Hand des mittleren, des Constantius. Schon im Jahre 340 unter-lag Constantinus, der Afrika zu seinem Gebiete verlangte, seinem BruderConstans bei Aquileja. Nachdem nun Constans zehn Jahre lang auchüber die gallische Präfectur geherrscht, erhob sich im Jahre 350 inAugustodunum, dem früheren Bibracte, gegen ihn nach alter Art einHeerführer Magnentius zum Augustus und Constans fand, nachdem ergeschlagen worden, auf der Flucht an der Grenze von Spanien denTod. Ein Krieg des Magnentius, den Italien und Afrika aner-kannten , gegen Constantius war die Folge. Magnentius hatte auf An-schluß der illyrischen Legionen an seine Sache gerechnet, aber sie stelltensich auf Constantius' Seite und als es bei Mursa im unteren Pannonienim Jahre 353 zum Kampfe kam, trat von Magnentius' Heere, dasaus Germanen bestand, der fränkische Führer Silvanus zu Constantiusüber und gab diesem durch einen blutig erkauften Sieg die Alleinherr-schaft, da der Ueberwundene, in Gallien noch einmal geschlagen, sich zuLugdunum in sein Schwert stürzte. Als Alleinherrscher richtete Con-stantius bald seinen Verdacht gegen zwei noch lebende Vettern, Gallusund Julianuö, Söhne von seines Vaters Bruder Constantius. Den Gallus,der, ohne kriegslustig zu sein, den Befehl an der persischen Grenze ge-führt, ließ er hinrichten, dem Julianus, der kaum demselben Schicksaleentging, trug er den Krieg gegen die Alemannen und Franken auf. Dieersteren waren bereits auf der Ebene zwischen dem Rheine und demFuße der Vogesen seßhaft geworden und die letzteren beherrschten dasganze nordöstliche Gallien. Doch anstatt, wie Constantius hoffen mochte,das Opfer dieses Krieges zu werden, erschien der unter wissenschaft-lichen Studien ausgewachsene Julianus Plötzlich als gewandter Feldherr,schlug die Alemannen im Jahre 357 bei Argentoratum, im Jahre 358die Franken bei Torandria in den mittleren Maasgegenden, zwang beideVölker zum Frieden, stellte die Nheingrenze her und trug die römischenWaffen dreimal über den Strom. Doch die von beiden Völkern ansder Westseite des Rheines besetzten Gegenden fuhren auch nach erkämpf-