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2. Die christliche Zeit 1 (1855) Fünfzehn Jahrhunderte
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Das römische Reich unter den Imperatoren.

des Rheines, woraus hervorgeht, daß das Zehntland verloren oder un-sicher war. Conftantius erkämpft seinen größten Sieg über sie in denGegenden der Maasqnellen im Lande der Lingonen. Zu den Alemannenund Franken gesellt sich aber an den Grenzen der westlichen Provinzennoch ein neues germanisches Volk, die Saronen oder Sachsen. DieUnternehmungen dieses Volkes gehen von den nordwärts der unterenElbe gelegenen Gegenden, dem südlichen Theile der dort zwischen Nord-see und Ostsee gelegenen Halbinsel aus. Durch sie beginnt sich einWafsenbnnd gleich dem gothischcn, dem alemannischen und dem fränki-schen zu begründen. Es wirkt aber hierbei, wie sich aus dem späterbei ihnen sichtbaren Gegensätze von Freien und Unfreien ergibt, nichtbloß die freie Vereinigung von Gefolgschaften, sondern auch gewaltsameUnterwerfung. Die Bildung dieses Bundes ist nicht ohne Einfluß ausdie Franken, deren Gebiet sich durch dessen Ausbreitung vermindert.Zur Zeit des Diocletianus, wo derselbe noch in der Kindheit ist, er-scheinen die Sachsen, denen sich vielleicht schon Abenteurer aus denVölkern der Chauken und Friesen angeschlossen haben, auf Seefahr-ten an den gallischen und brittischen Küsten plündernd und mit einemUnternehmen zu ihrer Abwehr steht die Erhebung des Carausius LnVerbindung, der von der gallischen Stadt Bononia aus mit der gegendie Seeräuber bestimmten Flotte nach Britannien übergeht.

25. Mit der Theilung der Regierungsgewalt erfolgte eine grund-sätzliche Feststellung unbedingt monarchischer Handhabung derselben durchihre Träger. Die einzige Gewalt, welche neben den Herrschern nocheinen Einfluß hatte üben können, war der Senat. Im Laufe des drit-ten Jahrhunderts hatten nun schon die Unterscheidung von senatorischenund cäsarischen Provinzen und die Trennung der Staatskasse, des Ae-rariums, von der Kasse des Herrschers, dem Fiscus, aufgehört. Jetzt ver-lor durch die Wahl neuer Herrschersitze der Senat jeden Einfluß auf dieNegierung des Reiches nnd wurde eine Obrigkeit für die Stadt Rom, wieauch die Prätorianer in Ohnmacht versanken. Der streng monarchischenForm der Negierung entsprachen neue Formen, in welche das Leben derBeherrscher sich kleidete. Nach dem Muster, welches das neue persischeReich darbot, bildete sich für jeden der Herrscher eine förmliche Hofhal-tung, in deren Mitte der Kaiser, nicht bloß mit dem bisher schon ge-bräuchlichen Purpur, sondern auch mit dem morgenländischen Diademgeschmückt, nur unter erschwerenden Formen zugänglich war und vonden Zugelassenen mittelst der persischen Sitte des Nicderfallens begrüßtwurde. Alle die von Diocletianus in's Werk gesetzten Veränderungenkonnten, da sie äußerlicher Art waren und den Lauf einer in tiefliegen-den Verhältnissen gegebenen Auflösung nicht zu hemmen vermochten,nur vorübergehend wirken. Um jedoch sein Werk nicht den Zufällen,