Das römische Reich unter den Imperatoren.
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als ihr Haupt verehrten, sich zu der Annahme eines fast gleichnamigenLeiters ihrer angeblichen Empörung entstellte. Planmäßiger und dauern-der war der Angriff, den sie unter Nero ausznhalten hatten. Es ver-banden sich damit förmliche Gesetze, die auf Ausrottung des Christcn-thums zielten. In dieser Verfolgung, mit der sich eine lange Reihevon Verfolgungen eröffnete, starben auch die Apostel Petrus und Paulus,von denen der elftere 25 Jahre lang an die römische Gemeinde geleitethatte, der zweite auf seinen Reisen dahin gekommen war. Sostehen die beiden Apostel, von denen der eine durch den Willen desHerrn au die Spitze der Kirche gestellt war, der andere die Sendungder Ausbreitung der Lehre unter den Heiden erhalten hatte, in vordersterReihe unter den Märtyrern, welche durch den Tod Zeuguiß für ihrenGlauben gegeben und durch diese im Leiden erfochtenen Siege das Heiden-thum mit unwiderstehlicher Gewalt erschüttert haben. Die Verfolgungerreichte ein vorläufiges Ende mit dem Tode dessen, der sie verhängthatte. Nero gesellte zu seiner Grausamkeit noch die Thorheit, als Schau-spieler auf den Theatern von Nom und als Wagenlenser und Sängerbei den Festspielen der Griechen glänzen zu wollen. Während dessenwurde das Volk zu Nom durch Spiele und Kornspenden, woran esseit Beginn der Alleinherrschaft gewöhnt gewesen, in Ruhe erhalten.Ein in Nom gemachter Versuch, dem Reiche einen andern Herrscher zugeben, war mißlungen und bei der blutigen Bestrafung des Beginnenskostete der Verdacht einer Thcilnahme au demselben, nachdem Burrusschon vor Jahren gestorben war, dem längst alles Einflusses beraubtenSeneca das Leben. Dagegen hatte ein von Gallien ausgehender Ver-such wirklichen Erfolg. Eine von Julius Binder geleitete Empörungverbreitete sich im Jahre 68 über das südliche Gallien, und der dastarraconischc Spanien verwaltende Galba wurde zur Uebernahme derHerrschaft aufgefordert. Binder erlebte das Ende des Unternehmensnicht, da er von den obergcrmanischen Legionen, die für ihren Feldherrn'NufuS die Herrschaft verlangten, ohne dessen Befehl bei Vcsontio ange-griffen wurde und im Kampfe untcrging. Galba verfolgte, durch Nufusverstärkt, seinen Weg über die Alpen, und da die Prätorianer für ihngewonnen wurden, floh Nero aus Nom auf ein Landgut und gab sichbei Annäherung von Verfolgern den Tod. So war über die Herrschaftvon den Provinzen aus entschieden. Doch verfloß noch einige Zeit, ehediese neue Art, Herrscher zu erheben, eine die Unruhe und das UnglückNoms unterbrechende Herrschaft begründete.
3. Galba's Stelle nahm im Jahre 69 Otho ein, der als Statt-halter Lusitanicns sich für ihn erklärt hatte, aber, da er seine Hoffnung,mittelst Adoption die Nachfolge zu erhalten, getäuscht sah, die Prätorianergegen den durch Strenge und Sparsamkeit ihnen verhaßten neuen Herrscher