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mehr Schick bekäme." Und dem Johannes klagte sie:„Ich höre schon, was es für Gerede giebt, wenn du soschnell heirathest: zweimal aufgeboten und das drittemalabgekauft, Alles so kurz angebunden, das thun liederlicheMenschen."
Sie ließ sich aber in Beidem wiederum beschwichtigenund sie lächelte als Johannes sagte: „Ihr habt doch sonstAlles so gut durchstudirt wie ein Pfarrer, jetzt Mutter,warum sollen denn ehrliche Leute eine Sache lassen, weilsich unehrliche dahinter verstecken? Kann man mir wasBöses Nachreden?" ,
„Nein, du bist dein Leben lang brav gewesen."
„Gut. Drum soll man jetzt auch in Etwas an michglauben und glauben, daß das auch brav sei was nichtim ersten Augenmaß so aussehen mag; ich kann das ver-langen. Und wie ich und meine Amrei zusammen ge-kommen sind, das ist einmal so aus der Ordnung, dashat seinen besonderen Weg von der Landstraße ab. Undes ist kein schlechter Weg. Das ist ja wie ein Wunder,wenn man Alles recht bedenkt, und was geht uns dasan, wenn die Leute heut' kein Wunder mehr wollen, undda allerlei Unsauberkeit finden möchten? Man muß Cou-rage haben und nicht in Allem nach der Welt fragen.Der Pfarrer von Hirlingen hat einmal gesagt: Wennheutigen Tages ein Prophet aufstünde, müßte er vorhersein Staatsexamen machen, ob's auch in der alten Ord-nung ist, was er will. Jetzt, Mutter, wenn man beisich weiß, daß etwas recht ist, da geht man grad durchund stößt hüben und drüben weg, was Einem im Wegist. Laß sie nur eine Weile verwundert dreinglotzen, siewerden sich mit der Zeit schon anders besinnen."