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Barfüßele
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schau, das ist mein Weible!" bis ihn Amrei dringendbat, das zu lassen, er aber sagte: „Ich weiß mir vorFreude nicht zu helfen. Ich könnte es der ganzen Weltzurufen, daß Alles mit mir jubelt, und ich weiß garnicht, wie können die Menschen da nur noch zu Ackerfahren und Holz spalten und Alles, und wissen nicht,wie selig ich bin."

Amrei sah eine arme Frau am Wege gehen, knüpfteschnell ein Paar ihrer so sehr geliebten Schuhe ab, undwarf sie der Armen hin, die den Davoncilendcn staunendnachsah und dankte. Es berührte Amrei wie eine seligeEmpfindung, daß sie zum erstcnmalc in ihrem Leben eineWerthsache, die sie selber noch Wohl brauchen konnte,verschenkt hatte. Anfangs, als sie es so rasch wcggegcbenund darüber nachsann, dachte sie vor Allem nur daran,und das kam noch oft wieder, wie viel eigentlich die Schuhewerth gewesen seien; das Besitzthum wollte sich nicht leichtablöscn von ihr, sie hatte es zu fest in Gedanken besessen,und sie dachte gar nicht mehr daran, wie viel sie eigent-lich an der schwarzen Marann' gcthan; daß sic die Schuhehergegcben, erschien ihr als ihre erste Wohlthat, und dieEmpfindung derselben beglückte sie gewiß noch mehr alsdie Empfängerin; sie lächelte immer vor sich hin, sie hatteein geheimes Geschenk in der Seele, das ihr Herz inFreuden Hüpfen machte, und als sie Johannes fragte:„Was hast denn? Warum lachst denn immer so wie einKind im Schlaf?" sagte sie:

„O Gott, es ist ja auch Alles wie ein Traum. Ichkann jetzt herschenkcn. Ich gehe in Gedanken noch jetztimmer mit der Frau, und weiß wie sie sich freut."

„Das ist brav, daß du gern schenkst."