zerfloß bald vor der helldurchbrechenden Sonne, und Amreijubelte wie ein Kind, als ein schönes grünes Berner-wägelein kam, mit einem runden gepolsterten Sitz drauf.Noch bevor angespannt war, setzte sie sich hinauf undklatschte in die Hände vor Freude. „Jetzt mußt mich nurnoch fliegen machen," sagte sie zu Johannes, der denSchimmel einspannte, „ich bin mit dir geritten, jetzt fahrich, und nun bleibt nichts als Fliegen."
Und im Hellen Morgen fuhren sie auf schöngebahnterStraße dahin. Dem Schimmel schien das Fahren leicht,und Lux bellte vor Freude immer vor ihm her.
„Denk' nur, Johannes," sagte Amrei nach einerStrecke, „denk' nur, die Wirthin hat mich schon für deineFrau gehalten."
„Und das bist du schon, und darum frag' ich nichtsdanach was sie alle dazu sagen mögen. Du Himmelund ihr Lerchen und ihr Bäume und ihr Felder undBerge! Schaut her, das ist mein Weiblc! Und wenn siezankt, ist sie grad so lieb, wie wenn sie einem was Schö-nes sagt. O meine Mutter ist eine weise Frau, o diehat's gewußt; sie hat gesagt, ich soll darauf achten, wiesie im Zorn weint, da kommt der inwendige Menschheraus. Das war ein lieber, scharfer, schöner, böser,der heute bei dir heraus gekommen ist, wie du dort ge-zankt hast. Jetzt kenn' ich die ganze Sippschaft, die indir steckt, und sie ist mir recht. O du ganze weite Welt!Ich dank' dir, daß du da bist, du Alles, Alles. Welt!Ich frag' dich, hast du, so lang du stehst, so ein liebWeible gesehen? Juchhe, juchhe!"
Und wo Einer am Wege ging, an dem man vorbeifuhr, faßte Johannes Amrei an, und rief: „Schau,