Amrei erwiederte rasch:
..Die Flasch hat keinen Kopf und doch einen Hals.
Und alles was gezuckert ist schmeckt ohne Schmalz und Salz."
„Du hast's nur halb errathen," lachte Johannes,„bist in der Küche stecken geblieben; ich hab's so gemeint:
„Die Flasch hat keinen Kopf und doch einen Hals,
Und der Kuß von deinem Mund schmeckt ohne Schmalz und
Salz."
Und nun sangen sie noch den letzten Vers des viel-gewundenen Räthselliedes:
„Was für ein Herz thnt keinen Schlag?
Was für ein Tag hat keine Nacht?"
„Das Herz an der Schnalle thnt keinen Schlag.
Der allerjüngste Tag hat keine Nacht."
„Ei Jungstau, ich kann ihr nichts aufzurathen geben.
Und ist es ihr wie mir. so heirathen wir."
„Ich bin ja keine Schnalle, mein Herz thnt manchen Schlag,Und eine schöne Nacht hat auch der Hochzeitstag."
Am ersten Wirthshause vor dem Thore kehrten sieein und Amrei sagte, als sie mit Johannes in der Stubewar und dieser einen guten Kaffee bestellt hatte:
„Die Welt ist doch prächtig eingerichtet! Da habendie Leute ein Haus hergestellt und Stühle und Bänkeund Tische nnd eine Küche, darauf brennt das Feuer undda haben sie Kaffee und Milch und Zucker und das schöneGeschirr und das richten sie alles her, wie wenn wir'sbestellt hätten, und wenn wir weiter kommen, sind im-mer wieder Leute da nnd Häuser und alles drin. Esist grade wie im Mährlein: Tischlein deck dich!"