Und wieder sang Amrei:
„Tausendmal denk ich dran,
Wie mein Schatz tanzen kann'rum und 'nnm, hin und her,
Wie ich's begehr'."
Johannes erwiederte:
„Und alleweil ein bisle lustigUnd alleweil fidel,
Der Teufel ist g'storben's kommt niemand in d' HM'!"
Und jetzt sangen sie gemeinsam in langgezogenen Tönendas tiefe Lied:
„Auf Trauern folgt große Freud,
Das tröstet mich allezeit;
Weiß mir ein schwarzbraunes MägdeleinDie hat zwei schwarzbraune Aeugelein,
Die mir mein Herz erfreut."
„Mein eigen will sie sein,
Keinem andern mehr als mein,
Und so leben wir in Freud und LeidBis uns der Tod von einander scheidt."
Das war ein Helles Klingen im Walde wo der Mond-schein durch die Wipfel spielte und an Zweigen und Stäm-men hing und zwei fröhliche Menschenkinder mit der Nach-tigall um die Wette sangen. —
Und drunten beim Meiler saß noch in stiller Nacht derDami beim Kohlenbrenner und der Kohlenbrenner, der inder Nacht gern sprach, erzählte allerlei WundergeschichtenAll er Lach, Barfüßele. 14