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Barfüßele
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190
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Ivo

Wunderbar war's, wie diese innere Freudigkeit ihrkörperliches Fiebern fast auflöste, nur müde war sie,unsäglich müde, und es war ihr theils lieb, theilswehe, als sie den Obcrkuecht das Bernerwägcleiu schmie-ren sah und hörte, daß der Meister jetzt gleich mit demFremden über Land fahren wolle. Sie eilte in dieKüche und da hörte sie, wie in der Stube der Bauerzu Johannes sagte: „Wenn du reiten willst, Johan-nes, das wäre ganz geschickt; da könntest du zu miranfs Bernerwägelein sitzen Noscl, und du Johannesreitest neben her."

„Da fährt die Bäuerin aber auch mit," setzte Johan-nes nach einer Panse hinzu.

„Ich habe ein Kind an der Brust, ich kann nicht weg,"sagte die Bäuerin.

„Und ich mag auch nicht so am Werktag im Landhernmfahren," ergänzte Noscl.

„Oh was! Wenn so ein Vetter da ist, darfst du schoneinen freien Tag machen," drängte der Bauer, denn erwollte, daß Johannes alsbald mit der Nosel beim Fnr-chenbauer ankomme, damit sich dieser keine Hoffnung machefür eine seiner Töchter; zugleich wußte er auch, daß so einekleine Ausfahrt über Land ihr Gutes habe und die Leuterascher zusammenbringe als achttägiger Besuch im Hause.Johannes schwieg und der Bauer in seinem innern Drän-gen stieß ihn an und sagte halblaut: „Red' ihr doch zu;es kann sein, sie folgt dir eher und geht mit."

„Ich mein'," sagte Johannes laut, „deine Schwesterhat Recht, daß sie nicht so mitten in der Woche im Landherumfahren will. Ich spann' meinen Schimmel zu deinem,dann können wir auch sehen wie sie mit einander gehen