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Barfüßele
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umhergingcn in der Welt und Den suchten, der sie einsteinen ganzen Tag so glücklich gemacht und in den Himmelgehoben hatte. Wußte er nichts mehr von ihr und dachteer nicht mehr an sie? Kann denn der Mensch den an-dern vergessen, mit dem er einmal so glücklich war?

Es war am Sonntag Morgen gegen Ende Mai, Alleswar in der Kirche. Es hatte am Tage vorher geregnet.Ein frischer erquickender Athen: hauchte von Berg undThal, denn die Sonne schien hell hernieder. Auch Bar-füßele hatte in die Kirche gehen wollen, aber sie lag wiefestgcbannt unter dem Fenster, wahrend es läutete, undsie versäumte die Kirche. Das war seltsam und noch niegeschehen. Nun da es zu spät war, entschloß sie sich,allein zu bleiben und daheim in ihrem Gesangbuche zulesen. Sie kramte in ihrer Truhe und war überraschtvon allerlei Sachen, die sie besaß. Sie saß auf demBoden und las eben einen Gesang und summte ihn halb-laut vor sich hin, da regte sich etwas am Fenster. Sieschaute sich um, eine weiße Taube steht auf dem Simseund schaut nach ihr, und wie sich die Blicke des Mäd-chens und der Taube begegnen, fliegt die Taube davonund Barfüßele schaut ihr nach, wie sie hinausfliegt überdas Feld und sich dort niederläßt. Dieses Bcgcgniß, dasdoch so natürlich war, macht sie plötzlich ganz froh, undsie nickt immer hinaus ins Weite nach den Bergen, nachFeld und Wald. Sie ist den ganzen Tag ungewöhnlichheiter. Sie kann nicht sagen warum, es ist ihr, als obihr eine Freude in der Seele jauchzte, sie weiß nichtwoher sie kam. Und so oft sie auch an: Mittag an dieThürpfoste gelehnt, über die seltsame Erregung die siespürt, den Kopf schüttelt, sie weicht nicht von ihr.Es