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aufrecht erhält und was vor sich bringt. Aber du stellst dickimmer hin und sagst zur Welt: Thu' mir gut, thu' mirbös, küss' mich, schlag' mich, wie du willst. — Das istleicht. Du lassest dir Alles geschehen und dann hast Er-barmen mit dir selbst. War' mir auch recht, wenn michein Anderes da und dort hinstclltc, wenn ich's nicht selbstzu thun hätte; aber du musst jetzt selbst Einstcher für dicksein, hast dich genug in der Welt hcrnmstoßen lassen, jetztzeig' einmal den Meister."
Vorwürfe und Lehren werden einem Unglücklichen ge-genüber oft zu ungerechten Härten und auch Dann nahmdie Worte der Schwester als solche. Es war fürchterlich,daß sie es nicht einsah, wie er der unglücklichste Menschauf der Welt sei. Sie konnte ihm streng Vorhalten, daßer das nicht glauben möge und wenn er es nicht glaube,so sei es auch nicht. Aber das Schwierigste von Allemist: einem Menschen den Glauben an sich beizubringen;die Meisten gewinnen ihn erst, nachdem ihnen etwas ge-lungen ist.
Dann wollte der herzlosen Schwester kein Wort weiter -erzählen und erst später gelang cs ihr, daß er aus-führlich von seinen Fahrten und Schicksalen berichtete undwie er zuletzt als Heizer auf einem Dampfschiff nach Ver-alten Welt zurückgekchrt sei. Indem sic ihm jetzt seineselbstquälerische Weichmüthigkcit vorhielt, ward sic inne,daß auch sie nicht frei davon war.
Durch den fast ausschließlichen Verkehr mit der schwar-zen Marann' hatte sie sich gewöhnt, immer so viel vonsich zu reden und an sich zu denken, und sic war in einschweres Wesen gerathen. Jetzt, indem sie den Bruderanfrichtcte, that sie cs auch unwillkürlich mit sich selbst-,