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Barfüßele
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Sie erwähnte fortan selten den Fremden, nur wennsie von der Hoffnung auf Wiederkehr sprach und dabeiDami nannte, konnte sie sich nicht enthalten, dabei anckinnerlich an den Fremden zu denken. Er war ja nichtüber dem Meer und konnte doch auch wiederkommen undschreiben; aber freilich, er hat dich ja nicht gefragt: wodu her bist. Wieviel Tausend Städte und Dörfer' undEinsicdelhöfe giebt's in der Welt, vielleicht sucht er dichund findet dich nimmer wieder. Aber nein, er kann jain Endringen fragen. Er kann nur den Dominik fragenund das Ameile und die werden ihm gut Bescheid geben.Aber ich weiß nicht, wo er ist, ich kann nichts thun."

Es war wiederum Frühling geworden und Amrei standLei ihren Blumen am Fenster, da kam eine Biene daher-geslogen und saugte sich fest an dem offenen Kelche. Jaso ist's, dachte Barfüßele, so ein Mädchen ist wie einePflanze festgewachsen an den Ort, das kann nicht herum-gehen und suchen, das muß warten bis das da zufliegt.

Wenn ich ein Vöglein war'

Und auch zwei Flllgelein hätt,

Flog ich zu dir;

Weil's aber nicht kann sein,

Bleib ich allhicr.

Bin ich gleich weit von dir,

Bin ich doch im Traum bei dirUnd red mit dir;

Wenn ich erwachen ihn,

Bin ich allein.

Es vergeht kein' Stund in. der Nacht,

Daß nicht mein Herz erwachtUnd an dich denkt