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Barfüßele
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war einmal ein Tag!" Aber cs mußte doch endlich dieserTag ein Ende haben. Mitternacht war vorüber undBarfüßele legte ein Stück nach dem andern von ihrerKleidung gar sorglich wieder zusammen.Ei, da ist janoch die Musik, horch, wie der wiegende Walzer tönt!"Sie öffnete das Fenster. Es tönt keine Musik, sie liegtihr nur in den Ohren. Drunten bei der schwarzen Mar-ann' kräht schon der Hahn, die Frösche quaken, es nahenSchritte von Männern, die des Weges kommen, dassind Wok späte Hcimgänger von der Hochzeit, die Schrittetönen so laut in der Nacht. Die jungen Gänse im Hauseschnattern in der Steige. Ja, die Gänse schlafen nurstundenweise, so bei Tag, so bei Nacht. Die Bäumestehen still, unbewegt. Wie ist doch so ein Baum ganzanders in der Nacht als am Tage! Solch eine geschlossenedunkle Masse, wie ein Riese in seinem Mantel. Wiemuß das sich regen in dem unbewegt stehenden Baume.Was ist das für eine Welt, in der solches ist! KeinWindhauch regt sich, und doch ist es wieder wie einTropfen von den Bäumen; das sind wol Raupen undKäfer die niederfallen. Eine Wachtel schlägt, das kannkeine andere sein, als die beim Auerhahnwirth eingc-sperrte. Sie weiß nicht, daß cs Nacht ist. Und schau,der Abendstcrn der bei Sonnenuntergang entfernt undtief unter dem Monde stand, steht jetzt nahe und überihm, und je mehr man ihn ansieht, je mehr glänzter. Spürt er wol den Blick eines Menschen? Jetztstill, horch, wie die Nachtigall schlägt, das ist ein Ge-sang, so tief, so weit; ist es denn nur ein einzigerVogel? Und jetzt, Amrci schaudert zusammenmit dem Glockenschlag Ein Uhr rutscht ein Ziegel von