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Es tummelte sich schon Alles wild durcheinander alsAmrei auf den Tanzboden kam. Sie blieb zuerst schüch-tern auf der Flur stehen. Wo ist denn die Kinderschaar,die sonst sich hier tummelte und die Vorfreude des künftigenLebens im Vorhofe genoß? Ach freilich, das ist ja jetztvon der hohen Staatsregierung verboten, das Kirchen -und Schulamt hat die Kinder verbannt, daß sie nicht zu-sehen dürfen oder gar sich selbst nach den Tanzweisendrehen wie einst noch in der Kinderzeit Amrei's.
Es ist das auch einer jener stillen Mordschläge vomgrünen Tisch.
Auf der leeren Flur, über die nur manchmal Einerhin und her eilt, wandelt der Landjäger einsam aufund ab.
Als der Landjäger Amrei so daher kommen sah, wielauter Licht im Angesichte, ging er auf sie zu und sagte:
„Guten Abend, Amrei! So? kommst auch?"
Amrei schauderte zusammen und stand leichenblaß: hattesie etwas Straffälliges gethan? War sie mit dem bloßenLicht in den Stall gegangen? — Sie durchforschte ihrganzes Leben und wußte nichts und er that doch so ver-traut als ob er sie schon einmal transportirt hätte. Indiesen Gedanken stand sie schaudernd da als müßte sie eineVerbrecherin sein und erwiederte endlich: „Dank'schön, ichweiß nichts davon, daß wir uns dutzen. Wollt Ihr was?"
„Oho wie stolz, ich freß' dich nicht, darfst mir ordent-lich Antwort geben. Warum bist denn so bös? Was?"
„Ich bin nicht bös, ich will Niemand was zu leidthun, ich bin halt ein dummes Mädle."
„Stell dich nicht so duckmäuserig."
„Woher wisset Ihr denn was ich bin?"