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Als ihm Barfüßele einmal im ersten Frühling beider Heimkehr vom Moosbrunnenwalde begegnete, sagteer, die Axt von der Schulter nehmend: „Was meinst,wo die hingeht?"
„Ins Holz!" antwortete Barfüßele. „Aber sie gehtnicht allein, man muß sie hacken."
„Hast Recht, aber sic geht zu ihrem Bruder, und derEine hackt hüben und der Andere drüben und da krachendie Bäume wie geladene Kanonen und du hörst nichtsdavon, oder wenn du willst, ja, aber Keiner im Ort."
„Ich verstehe dich vom Simri kein Mäßle," antworteteBarfüßele. „Ich bin zu alt zum Räthselaufgeben. Red'deutlich."
„Ja, ich gehe zum Ohm nach Amerika."
„So? Gleich heut?" scherzte Barfüßele. „Weißt wiedes Maurers Martin einmal seiner Mutter zum Fensterhinaufgerufen hat: Mutter, wirf mir ein frisches Sack-tuch 'raus, ich will nach Amerika spazieren? Die so leichtfliegen wollen, sind Alle noch da."
„Wirst schon sehen, wie lang ich noch da bin," sagteDami und ging ohne Weiteres fort in das Hans desKohlenmathes. Barfüßele wollte über den lächerlichenPlan Dami's sich lustig machen, aber es gelang ihr nicht;sie fühlte, daß etwas Ernst dabei sei, und noch in derNacht, als Alles schon im Bett lag, eilte sie nochmals zuihrem Bruder und erklärte ihm ein für allemal, daß sienicht nütginge. Sie glaubte ihn dadurch plötzlich besiegtzu haben, aber Dami sagte kurzweg: „Ich bin dir nichtangewachscn." Sein Plan wurde immer fester.
In Barfüßele war auf einmal wieder all das Wogenvon Ueberlegungen, das sie schon einmal in der Kindheit