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und als er den Rock anhatte legte sie die Hand auf dieSchulter und sagte:
„So, jetzt bist du mein Bruder und mein Vater, undjetzt geht der Nock zum ersten Male wieder über Feldund es ist ein neuer Mensch driu. Schau Dami, du hastdas schönste Ehrenkleid, was es geben kann auf der Welt;halt' es in Ehren, sei drin so rechtschaffen wie unser Va-ter selig gewesen ist."
Sie konnte nicht mehr weiter sprechen und legte ihrHaupt auf die Schulter des Bruders und Thränen fielenans das wieder ans Licht gezogene Kleid des Vaters.
„Du sagst, ich sei weichmüthig," tröstete sie Dami,„und du bist es weit eher."
Zn der That war Barfüßele von Allem schnell tiefergriffen, aber sie war dabei auch stark und leichtlebigwie ein Kind; es war wie damals die Marann' bei ihremersten Einschlafen bemerkt hatte: Wachen und Schlafen,Weinen und Lachen hart nebeneinander; sic ging in jedemErcigniß und jeder Empfindung vollauf, kam aber auchrasch wieder darüber hinweg und ins Gleichgewicht.
Sie weinte noch immer.
„Du machst einem das Herz so schwer," jammerteDami, „und es ist schon schwer genug, daß ich fort mußaus der Heimath unter fremde Menschen. Du hättest micheher aufheitern sollen, als jetzt so, so —"
„Rechtschaffenes Denken ist die beste Aufheiterung,"sagte Barfüßele, „das macht gar nicht schwer. Aber duhast Recht, du hast geladen genug, und da kann ein ein-ziges Pfund, das man darauf thut, einen niederreißen.Ich bin halt doch dumm. Aber komm', ich will jetztsehen, was die Sonne dazu sagt, wenn der Vater jetzt