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abzuholcn, und mit schwerem Herzen trieb sie die Gänseauf die Stoppelfelder, die so entfernt waren vom Wegeund immer wieder lenkte sic nach dem Holderwasen. Aberschon standen die Hecken blätterlos, die Lerchen zwitschertenkaum mehr in schwerem niederem Fluge, und noch immerkam keine Nachricht, und Amrei hatte ein tiefes Bangenvor dem Winter, als wie vor einem Kerker. Sic tröstetesich nnr mit dem Lohne, den sie jetzt erhielt, und derwar allerdings reichlich. Keine ihrer Untergebenen wargefallen, ja nicht einmal eine flügellahm geworden. Dieschwarze Marann' verkaufte nicht nur die Federn, dieAmrei gesammelt hatte, zu gutem Preise, sondern wiesauch Amrei an, daß sie sich nicht nach altem Braucheneben dem allgemeinen Gcldlohn ein Stück Kirchweihkuchengeben lasse für jede einzelne Gans die sie gehütet hatte;sie ließ sich vielmehr den Kuchen in Brod verwandeln,und so hatten sie fast den ganzen Winter vollauf Brod,freilich oft sehr altbackenes, aber Amrei hatte, wie dieschwarze Marann' sagte, lauter gesunde Mauszähnc, mitdenen sie alles knuppern konnte.
Als man im Dorfe nichts als Dreschen hörte, sagteAmrei einmal: „Den ganzen Sommer lang hört das Kornin der Aehre nichts als Lerchensang, und jetzt schlagen ihmdie Menschen mit dem Dreschflegel auf den Kopf; dasklingt ganz anders."
„In dir steckt eben ein alter Einsiedel," lautet^ wie-derum der Endreim der schwarzen Marann'.