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wird nicht gekauft, er verdingt sich bloß. So ein Thierkriegt für seine Arbeit keinen andern Lohn als Essen undTrinken und braucht auch sonst nichts, aber ein Menschkriegt noch Geld dazu als Lohn. Ja, ich kann jetzt Magdsein und von meinem Lohn thu' ich den Dami in die Lehre,er will ja auch Maurer werden. Und wenn wir beim Ohmsind, ist der Dami nicht mehr so mein wie jetzt. Und horch,jetzt fliegt der Staar heim, da oben ins Haus, das ihm nochder Vater hergerichtet und er singt noch einmal lustig. Undder Vater hat das Haus aus alten Brettern gemacht. Ichweiß noch, wie er gesagt hat, daß ein Staar nicht in ein
Haus von neuen Brettern zieht, und so ist mir's auch-Du
Baum,- jetzt weiß ich's: Wenn du rauschest, so lange ich heutenoch da bin, so bleibe ich da."... Und Amrei horchte tiefauf. Bald war's ihr als rauschte der Baum, dann abersah sie nach den Zweigen und diese waren unbewegt, siewußte nicht mehr was sie hörte.
Mit lärmendem Geschnatter kam es jetzt herbei undeine Staubwolke ging voraus. Es war die Gänseheerdc,die vom Holderwasen hereinkam. Amrei ahmte vor sichhin lange das Geschnatter nach.
Die Augen fielen ihr zu, sie war eingeschlummert.
Ein ganzer Frühling von Blüthen war aufgebrochenin dieser Seele und die Blüthenbäume im Thale, die denNachtthau einsogen, schickten ihre Düfte hinüber zu demKinde, das eingeschlafen war auf der Heimatherde vonder es sich nicht trennen konnte.
Es war schon lange Nacht als sie erwachte und eineStimme rief: „Amrei, wo bist du?" Sic richtete sich aufund antwortete nicht. Sie schaute verwundert nach denSternen, und es war ihr, als ob diese Stimme vom