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Barfüßele
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ließ sich von allen Menschen zu essen schenken und wurdedadurch gefräßig, während Amrei mit Wenigem vorliebnahm und sich dadurch äußerst mäßig gewöhnte. Selbstdie wildesten Buben fürchteten Amrei, ohne daß manwußte, woran sie ihre Kraft bewiesen hatte, währendDann vor ganz kleinen Jungen davon lief. In derSchule war Dann stets spielerisch, er bewegte die Füßeund bog mit der Hand die Ecken der Blätter um währender las. Amrei dagegen war stets zierlich und gewandt, abersie weinte oft in der Schule, nicht wegen der Strafen,die sie selbst bekam, sondern so oft Dann gestraft wurde.

Am meisten konnte Amrei den Dann vergnügen, wennsie ihm Näthsel schenkte. Noch immer saßen die beidenKinder viel am Hanse ihres reichen Pflegers, bald beiden Wagen, bald beim Backofen hinter dem Hause, andem sie sich von außen wärmten, besonders im Herbste.Und Amrei fragte:Was ist das Beste am Backofen?

Du weißt ja, ich kann nichts errathcn," crwiederteDann klagend.

So will ich dir's sagen: Das Beste am Backofenist, daß er das Brod nicht selber frißt." Und auf denWagen vor dem Hause deutend fragte Amrei:Was istlauter Loch und hält doch?"

Ohne lange auf Antwort zu warten, setzte sie gleichhinzu:Das ist die Kette."

Jetzt diese Räthsel schenkst du mir," sagte Dannund Amrei erwiederte:Ja, du darfst sie aufgeben. Abersiehst du dort die Schafe kommen? Jetzt weiß ich nochein Räthsel."

Nein," rief Dannnein, ich kann nicht drei behalten,ich Hab' genug an zweien."