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Barfüßele
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ärger als es ihm ernst war; da rief Amrei laut:UmGotteswillen verzeih mir, verzeih mir, daß ich dir dasgethan Hab'. Hier, da verspreche ich dir, ich will dirmein Lebenlang Alles thun was ich kann, und Alles gebenwas ich Hab'; gelt Dami, ich Hab' dir nicht weh gethan?Kannst dich drauf verlassen, es geschieht nie mehr so langich lebe, nie mehr, nie. O Mutter, o Vater, ich willbrav sein, ich versprech's euch; o Mutter, o Vater."Sie konnte nicht weiter reden, aber sie weinte nicht laut,nur sah, man, es gab ihr einen Herzstoß nach dem andernund erst als die schwarze Marann' laut weinte, weinteAmrei mit ihr.

Sie gingen heim und als Damigute Nacht" sagte,raunte ihm Amrei leise ins Ohr:

Jetzt weiß ich's, wir sehen unsere Eltern nie mehrauf dieser Welt;" aber noch in dieser Mittheilung lageine gewisse kindische Freude, ein Kinderstolz, der sich damitbrüstet, etwas zu wissen, und doch war in der Seele diesesKindes Etwas aufgetaucht vom Bewußtsein jenes aufewig abgeschnittenen Zusammenhanges mit dem Leben,das sich aufthut im Gedanken der Elternlosigkeit.

Wenn der Tod die Lippen geschlossen, die dich Kindnennen mußten, ist dir ein Lebensathem verschwunden,der nimmer wiederkehrt.

Noch als die schwarze Marann' bei Amrei am Bettesaß, sagte diese:Ich mein' ich fall'und fall'jetzt immer-fort, lasset mir nur eure Hand;" und sie hielt die Handfest und begann zu schlummern, aber so oft sie die schwarzeMarann' zurückziehen wollte, haschte sie wieder darnach.Die Marann' verstand was das Gefühl vom endlosenFallen bei dem Kinde zu bedeuten hatte: das ist ja beim