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Barfüßele
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Amrei faßte sich an den Hals, beugte das Gesichtnieder und wollte immer die Denkmünze betrachten, aberes gelang ihr nicht ganz. Dann kante an dem letztenStück seiner Gerte, und als ihn jetzt die Schwester be-trachtete und Thränen in seinen Angen sah, sagte sie:

Wirst sehen, du kriegst das schönste Paar Hosen imDorf."

Und ich nehm'sic nicht," sagte Dami und spie dabeiein Stück Holz aus.

Ich will ihr schon sagen, daß sie dir auch ein Messerkaufen muß. Ich bleib' hcnt' den ganzen Tag daheim,sie kommt ja noch zu uns."

Ja, wenn sie schon da war'," entgegnete Dami, ohnezu wissen was er sagte; nur sein Zorn und das Gefühlder Zurücksetzung hatte ihm diesen mißtrauischen Vorwurfeingegeben.

Es läutete schon zum erstenmale, die Kinder eiltenin's Dorf zurück. Amrei übergab mit kurzem Berichteden neugewonnenen Schmuck der Marann', und diese sagte:

Du bist ja ein Glückskind! Ich will dir's gut auf-heben. Jetzt hurtig in die Kirche."

Während des Gottesdienstes sahen die beiden Kinderimmer nach der Landfriedbäuerin und beim Ausgangewarteten sie an der Thüre, aber die vornehme Bäuerinwar mit so vielen Menschen umringt, die alle in sic hinein-redeten, daß sie sich immer in: Kreise drehen mußte, umbald da, bald dort zu antworten. Für den wartendenBlick der Kinder und deren ständiges Nicken fand sie keineAufmerksamkeit.

Die Landfriedbänerin hatte das jüngste Töchterchendes Nodelbauern, die Rosel, an der Hand; sie war um