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waren wie an den Ort gebannt -— da kam die Landfried-bäuerin den Hochdorfer Weg herein; sie trug einen großenrothen Regenschirm unterm Arm und ein schwarzes Ge-sangbuch in der Hand. Sie machte ihren letzten Besuchin ihrem Geburtsorte, denn schon gestern hatte der Knechtauf einen: vierspännigen Wagen den gesammtcn Hausrathzum Dorfe hinausgeführt und morgen in der Frühe wolltesic mit ihrem Manne und ihren drei Kindern auf dasneuerkaufte Gut im fernen Allgäu ziehen. Schon vonweitem bei der Hanfbreche nickte die Landfriedbäuerin denKindern zu, denn Kinder sind ein guter „Angang" —so nennt man die erste Begegnung — aber die Kinderkonnten nichts davon sehen, so wenig als von den wch-muthsvollen Mienen der Bäuerin. Als sie jetzt bei denKindern stand, sagte sie: „Grüß Gott, Kinder! Wasthut denn ihr schon da? Wem gehöret ihr?"
„Da dem JosenhanS," antwortete Amrei, auf dasHaus deutend.
„O ihr armen Kinder," rief die Bäuerin, die Händezusammenschlagend, „dich hätte ich kennen sollen, Mädle,grad so hat deine Mutter auSgesehen, wie sie mit mir indie Schul' gegangen ist. Wir sind gute Kamrädinnen ge-wesen und euer Vater hat ja bei meinen: Vetter, den: Ro-delbauer, gedient. Ich weiß Alles von euch. Aber sag'Amrei, warum hast du keine Schuhe an? Du kannstja krank werden bei dem Wetter? Sag der Marann',die Landfriedbäuerin von Hochdorf ließe ihr sagen, es seinicht brav, daß sie dich so herumlaufen läßt. Nein, brauchstnichts sagen, ich will schon selber mit ihr reden. AberAmrei, du mußt jetzt groß und gescheit sein und selberauf dich Acht geben. Denk' daran, wenn das deine Mutter