Apfelbaum niederlassen, daß die Blätter raschelnd nieder-fallcn. Eine Elster fliegt rasch auf vom Wege, feldeinauf den großen Holzbirnenbaum wo die Raben still hocken;sie muß ihnen etwas mitgctheilt haben, denn die Rabenfliegen auf, kreisen um den Baum und ein Alter läßt sichnieder auf der höchsten schwankenden Kronenspitze und dieänderen finden auf den niederen Aesten auch gute Plätzezum Ausschauen; es verlangt sie wol auch zu wissen,warum die Kinder mit dem Schulzcuge den verkehrtenWeg einschlagcn und zum Dorfe hinauswandern; ja einRabe fliegt wie ein Kundschafter voraus und setzt sichauf eine geköpfte Weide am Weiher. Die Kinder abergehen still ihres Weges bis da wo sie am Weiher beiden Erlen die Fahrstraße erreichen, sie gehen über dieStraße nach einem jenseits stehenden niedrigen Hanse.Das Haus ist verschlossen und die Kinder stehen an derHausthüre und klopfen leise an. Das Mädchen ruftbeherzt: „Vater! Mutter!" und der Knabe ruft zaghaftnach: „Vater! Mutter!" Das Mädchen faßt die bereifteThürklinke und drückt erst leise, die Bretter an der Thüreknittern, es horcht auf, aber es folgt nichts nach, undjetzt wagt es in raschen Schlägen die Klinke auf undnieder zu drücken, aber die Töne verhallen in der ödenHausflur, es antwortet keine Menschenstimme und denMund an einen Thürspalt gelegt ruft der Knabe: „Vater!Mutter!" Er schaut fragend auf zur Schwester, seinHauch an der Thüre ist auch zu Reif geworden, wie erniederblickt.
Aus dem nebelbedeckten Dorfe tönt der Taktschlag derDrescher, bald wie rascher sich überstürzender Wirbel baldlangsam und müde sich nachschleppcnd, bald hell knatternd